18.08.2020 - 11:18 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Private Feiern am Campingplatz Fuchsmühl bleiben verboten

Die Corona-Pandemie zwingt zu Vorschriften am Fuchsmühler Waldbadeweiher. Bürgermeister Wolfgang Braun thematisiert sie noch einmal in der Sitzung des Gemeinderats. Auch verspricht er Transparenz hinsichtlich nichtöffentlicher Beschlüsse.

An der Friedhofs-Nordseite sollen neue Parkplätze entstehen. Der Bauantrag wurde einstimmig auf den Weg gebracht.
von Werner RoblProfil

Dank der sommerlichen Temperaturen wird der Waldbadeweiher bei Güttern viel genutzt. Anfang August wurde auch der Campingplatz – unter strengen Auflagen – wieder freigegeben. Private Partys seien dort aber nicht erlaubt, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun und bat dafür um Verständnis. Zur Freizeitanlage gehört auch ein Beach-Volleyball-Platz. Wie Braun andeutete, habe er nur widerwillig das Netz anbringen lassen, um die Fläche für den beliebten Ballsport nutzbar zu machen. Man werde den Platz genau im Auge behalten, fuhr der Bürgermeister fort und kündigte an, dass ein Widerruf der Nutzung jederzeit möglich sei, falls die Corona-Bestimmungen nicht eingehalten würden. Wörtlich sagte Braun: „Ich bin da knallhart und werde die Konsequenzen ziehen, falls sich die Freizeitsportler nicht an die Schutz- und Hygienemaßnahmen halten."

Hier ein weiterer Bericht zur Gemeinderatssitzung

Fuchsmühl

Bereits in einer früheren Sitzung hatte SPD-Marktrat Ernst Tippmann gebeten, beim Neubau der Friedhofsparkplätze einen Behindertenbeauftragten mit einzubinden. „Wurde die Anregung aufgegriffen?“, hakte der Sozialdemokrat nun nach. Über die Frage zeigte sich Bürgermeister Wolfgang Braun leicht ungehalten: „Was soll die Frage?“ Weiter konterte der Bürgermeister: „Da wird sich sicher das Landratsamt darum kümmern.“ Damit vertrat der Bürgermeister die Position, dass die Angelegenheit selbstverständlich auch so, wie von Tippmann vorgeschlagen, abgearbeitet werde. Tippmann gab sich mit der Antwort Brauns kommentarlos zufrieden. Einstimmig genehmigt wurde danach der entsprechende Bauantrag für die neuen Friedhofsparkplätze. Errichtet wird auch eine Stützmauer zum Nachbargrundstück. Es entsteht ein behindertengerechter Zugang zum Friedhof.

Ich bin da knallhart.

Bürgermeister Wolfgang Braun

Einstimmig befürworteten die Markträte auch einen Bauantrag: Die künftigen Bauherren möchten in der Konrad-Adenauer-Straße ihr bestehendes Wohnhaus umbauen. Vorgesehen ist ein Dachausbau. Im Osten – mit Blick zur Straße – sollen eine 4,30 Meter breite Gaube errichtet und ein Zugang zum Dachgeschoss geschaffen werden. Bürgermeister Braun wies darauf hin, dass das Vorhaben aber vom Bebauungsplan „Ludwigshöhe“ abweiche. Somit konnte keine Genehmigungsfreistellung erteilt werden. Aus Sicht der Gemeinde seien aber keine Gründe ersichtlich, die es rechtfertigen würden, das gemeindliche Einvernehmen zu verweigern, so der Bürgermeister. Der Bauantrag wird an das Landratsamt weitergeleitet.

Gebaut werden darf auch eine Garage in der Klostergasse. Die geplante Garage hat eine Länge von 4,57 Meter, eine Breite von 2,50 Meter und eine Höhe von 2,26 Meter. Für die Klostergasse gibt es keinen Bebauungsplan. Somit konnte der Antrag abgearbeitet und an das Landratsamt weitergeleitet werden.

Im Verlauf der Sitzung bat Marktrat Ernst Tippmann erneut ums Wort. „Bereits seit längerem vermissen wir die Bekanntgabe der nichtöffentlichen Beschlüsse“, bohrte er nach. „Ich nehme die Bitte zur Kenntnis. Die Beschlüsse werden bei der nächsten Sitzung auf der Tagesordnung stehen“, versprach Bürgermeister Wolfgang Braun.

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