02.12.2019 - 15:31 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Sanierung oder Neubau an der Marienstraße

Das gemeindliche Wohnhaus Marienstraße 36 beschäftigt erneut die Markträte. In einer vorangegangenen Sitzung hatten sie sich bereits für die Sanierung ausgesprochen. Doch jetzt wird auch über einen Neubau nachgedacht.

Die Frage, ob die Sanierung oder der Abriss des Hauses an der Marienstraße sinnvoller wäre, ist noch nicht geklärt. Für Aufschluss soll eine Machbarkeitsstudie sorgen.
von Werner RoblProfil

Im Mai hatte sich das Gremium auf eine Generalsanierung des Anwesens an der Marienstraße geeinigt. Bürgermeister Wolfgang Braun ließ damals anklingen, dass die in den 1930er Jahren gebauten Wohnungen im Erdgeschoss barrierefrei und die im oberen Stockwerk gelegenen unterschiedlich groß umgebaut werden sollen. Als eine "gute Lösung" bezeichnete er auch den Anbau eines völlig neu gestalteten Treppenhauses an der Gebäude-Außenwand. Verwirklichen wollte man zudem eine Holzpellet-Heizung.

Ziel des Gesamtvorhabens sei es, finanzierbare Miet-Unterkünfte zu schaffen, um damit den sozialen Wohnungsbau in der "guten Ortslage" zu stärken. "Alle Generationen könnten dort eine Wohnung finden", bekräftigte der Bürgermeister erneut das Ansinnen der Gemeinde. Die Zukunft des Wohnhauses setzte er noch einmal auf die Tagesordnung. "Wir haben uns inzwischen über die Sanierungsmöglichkeiten informiert und waren auch bei der Regierung in Regensburg vorstellig", informierte Wolfgang Braun in der Novembersitzung über den aktuellen Sachstand beim auf 1,2 Millionen Euro geschätzten Vorhaben.

"Damit wir uns einen Überblick verschaffen können, was wirtschaftlicher wäre, wurde uns nahegelegt, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben, um den Kostenaufwand für die geplante Sanierung mit dem eines Neubaus vergleichen zu können", kommentierte der Bürgermeister die Empfehlung der zuständigen Sachbearbeiterin in Regensburg. "Die Kosten der Machbarkeitsstudie werden mit 60 Prozent ab einem Wert von mindestens 10 000 Euro gefördert." Braun verwies darauf, dass man mindestens drei Kostenvoranschläge vorlegen müsse, um in den Genuss der staatlichen Unterstützung zu kommen.

Mehr Handlungsspielraum

"Ich empfehle, die Machbarkeitsstudie durchführen zu lassen", stellte er das Thema zur Diskussion. Aus persönlicher Sicht fügte er hinzu, dass der Rückbau des Mehrfamiliengebäudes und ein Neubau an gleicher Stelle mehr Handlungsspielraum biete. Für die SPD sprach sich Marktrat Hermann Stock deutlich für eine Machbarkeitsstudie aus. "Wir sollten alles Mögliche ausschöpfen", betonte der Kommunalpolitiker. Dem stimmten auch die Freien Wähler zu. "Der Neubau hätte zweifellos Vorteile", sagte Fraktionssprecher Anton April und gab einem Neubau an der Marienstraße auch im Namen der Freien Wähler den Vorzug. Nach einstimmigem Beschluss wurde die Gemeindeverwaltung beauftragt, drei Angebote einzuholen, um die Machbarkeitsstudie voranzutreiben.

Loipenschilder überprüfen

Weiteres Thema war die Steinwaldloipe. Die Schilder seien bereits aufgestellt worden. Aktuell erfolge im Naturpark Steinwald auch eine Bestandsaufnahme, um festzustellen, welche Hinweistafeln an den Ski-Wandergebieten ergänzt oder erneuert werden müssen. "Die Kostenzusammenstellung für die Steinwaldloipe hat ergeben, dass es zu Gesamtbetriebsausgaben in Höhe von 8852 Euro gekommen ist", informierte Bürgermeister Braun über den Jahresabschluss für 2018/2019.

Für einen Wermutstropfen im Marktrat sorgte das derzeit geschlossene "Marktredwitzer Haus", das auf einen neuen Pächter wartet. Braun sprach von einem "herben Verlust" für die Wanderer und Skifahrer im Naturpark. An nichtöffentlichen Beschlüssen wurden der Auftrag für die Wasser- und Kanalarbeiten im Ortsteil Fürstenhof an ein Wiesauer Tiefbauunternehmen sowie die Vergabe von Ingenieurleistungen für die Straße im Gewerbegebiet an ein Kemnather Ingenieurbüro bekannt gemacht.

Zuletzt bat SPD-Marktrat Rainer Bleistein ums Wort. "Vor ein paar Wochen fanden Schulungen zur Pflege von Grünflächen statt", erinnerte er an das Informationsangebot, das an die Bauhofmitarbeiter gerichtet war. "Haben unsere Mitarbeiter daran teilgenommen?", fragte er den Bürgermeister, der dies knapp bestätigte: "Soweit die Themen uns betrafen."

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