19.09.2018 - 11:53 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Sportplatz: Neuer Anlauf

Nicht zum ersten Mal diskutieren die Fuchsmühler Markträte über eine beim Waldbadeweiher geplante Sport- und Freizeitanlage. Die Kosten sind nun bekannt. Die Räte geben grünes Licht.

Bisher dient die nordöstlich vom Waldbadeweiher gelegene Wiese lediglich als Veranstaltungsort für das Johannisfeuer. Nach den Plänen der Gemeinde Fuchsmühl soll dort ein Sport- und Freizeitgelände entstehen.
von Werner RoblProfil

Fördermittel sind in Aussicht gestellt. Ideen für die Verwirklichung soll ein Workshop mit der Jugend liefern, bei dem am 19. Oktober Vorschläge erarbeitet werden sollen. Die Einladungen dazu gehen in den kommenden Tagen raus.

Das derzeitige Sportgelände – mitten im Ort, am Jahnweg gelegen – genügt schon lange nicht mehr den Anforderungen. Die viel kritisierte und in die Jahre gekommene Anlage ist kein Vorzeigeobjekt mehr. Zudem ist die Parkplatzsituation, mitten im Wohngebiet, mehr als unzureichend. Vieles müsste renoviert beziehungsweise saniert werden.

Gerade recht kommt da das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur, über das die Fraktionen nun nähere Informationen bekamen. „Wir wurden im August über den Bayerischen Gemeindetag darüber in Kenntnis gesetzt“, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun und ergänzte die Nachricht mit einer positiven Stellungnahme: „Wir haben die Sache daraufhin genauer geprüft und haben erfahren, dass im Rahmen eines Förderprogramms auch ein Ersatzbau - mit entsprechenden Bedingungen - zu 90 Prozent gefördert wird.“

Entstehen soll das moderne Sport- und Freizeitgelände, das 2009 schon einmal im Gespräch war, auf dem Wiesengelände nordöstlich des Waldbadeweihers. Den Fuchsmühlern ist das Areal als Veranstaltungsort fürs Johannisfeuer der Sportgemeinschaft bekannt. Vor neun Jahren hatte man für die seinerzeit ins Auge gefasste Umsiedlung auch ein entsprechendes Gestaltungskonzept in Auftrag gegeben, das jedoch nicht verwirklicht wurde. „Seitdem liegt der Plan als Schubladenprojekt vor“, erinnerte der Bürgermeister an die schlummernde Gestaltungsidee, die mit einer Investitionssumme in Höhe von geschätzt rund 1,75 Millionen Euro erneut aufgegriffen werden soll. Mit Blick auf die hohe Förderung stellte Wolfgang Braun zudem fest: „Sollten wir den Zuschlag bekommen, wären wir bereit, das Vorhaben, das für den Waldbadeweiher eine erhebliche Aufwertung bedeuten würde, auch entsprechend umzusetzen.“ Als Stichtag für den geforderten Marktratsbeschluss, der dem Fördergeber als Signal bekannt zu geben sei, nannte er den 21. September. Braun warnte vor Euphorie, dennoch zeigte er sich zuversichtlich hinsichtlich einer Zusage.

CSU-Fraktionssprecher Markus Troesch freute sich: Endlich könne man das Projekt – unterstützt durch ein in Aussicht gestelltes Förderprogramm – in die Tat umsetzen. „Dadurch entlasten wir den Ort.“ Der CSU-Sprecher empfahl, "die Daumen zu drücken“ und mit „Volldampf“ an die Sache heranzugehen. Mit dem notwendigen Beschluss setze man einen Fuß in die Tür, ergänzte er.

Udo Fürst (SPD) sprach von der „Lösung vieler Probleme“ und von einer „Investition in die Jugend“. Zugleich unterstrich er auch, wie zukunftsweisend das Vorhaben sei. Anton April von den Freien Wählern warnte davor, eine Chance zu verpassen.

Bürgermeister Wolfgang Braun fasste die Diskussion zusammen und meinte: „Ich gehe davon aus, dass es klappt.“ Natürlich sei noch kein Zuschlag da. „Wir sind jetzt in der ersten Phase des Auswahlverfahrens“, machte der Bürgermeister deutlich. Den Marktratsbeschluss bezeichnete er als ein wichtiges Zeichen, um überhaupt ins Förderprogramm aufgenommen zu werden. Die entsprechenden Eigenmittel werde man bereitstellen, versprach der Rathauschef in Vorfreude auf die Verwirklichung der „Freizeitanlage am Waldbadeweiher“, die von den Markträten mit einstimmigem Beschluss unterstützt wird.

Die Sportanlage am Jahnweg ist längst kein Vorzeigeobjekt mehr. Zudem liegt sie mitten in einem Wohngebiet.

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