Fuchsmühl
04.06.2018 - 15:37 Uhr

Spuren kaum verwertbar

In Fuchsmühl lässt es sich gut leben. Das zumindest offenbart ein Blick in die Kriminalstatistik. Neue Zahlen präsentiert ein Vertreter der Polizei Tirschenreuth in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die Verkehrs- und Kriminalstatistik – mit besonderem Blick auch auf Fuchsmühl – wurde von Polizeihauptkommissar Thomas Dietrich (links) vorgelegt. Bürgermeister Wolfgang Braun bedankte sich dafür  mit einem Geschenk. wro
Die Verkehrs- und Kriminalstatistik – mit besonderem Blick auch auf Fuchsmühl – wurde von Polizeihauptkommissar Thomas Dietrich (links) vorgelegt. Bürgermeister Wolfgang Braun bedankte sich dafür mit einem Geschenk.

(wro) Bürgermeister Wolfgang Braun hatte mit Polizeihauptkommissar Thomas Dietrich auch diesmal einen kompetenten Ordnungshüter zur Sitzung geladen. Mit besonderem Blick auf Fuchsmühl und die mitgebrachten Zahlen in Verkehrs- und Kriminalstatistik schickte Dietrich eines gleich voraus: „Besondere Auffälligkeiten waren im vergangenen Jahr nicht feststellbar." Fuchsmühl sei gut dabei, kommentierte der Polizeibeamte die deutlich positive Bilanz des Steinwaldortes. Vorab zusammenfassend fügte der Sprecher hinzu: Primär könne man keine Ausreißer feststellen.

Wenngleich die Zahl der begangenen Straftaten im Vergleich zu 2016 um 3 Vergehen zugenommen habe, so sei sie seit 2013, wo noch 26 Delikte angezeigt wurden, mit aktuell 15 in 2017 deutlich rückläufig. Ein kontinuierlicher Rückgang sei zudem in der Gesamtstatistik feststellbar, warf Dietrich einen Blick auch auf die Erkenntnisse im Inspektionsgebiet (in Zahlen: 2013 waren es 950; 2017 dann 806 angezeigte Straftaten). Insgesamt wurden von den 29 Beamten in Tirschenreuth 4170 Fälle (inclusive Verkehrsunfälle) bearbeitet. Davon konnten in der Kreisstadt rund 73 Prozent aufgeklärt werden.

Weniger erfreulich dagegen seien die 866 Verkehrsunfälle (davon 22 im Gemeindebereich Fuchsmühl), wie der Beamte an anderer Stelle bedauernd anmerkte. Auffallend seien die 333 Wildschäden auf den Landkreisstraßen. Getötete Menschen – und das hob Polizeihauptkommissar Dietrich besonders hervor – waren im vergangenen Jahr nicht zu beklagen. Verletzt wurden 126 Verkehrsteilnehmer, 19 davon schwer. Schwierig gestalte sich die Klärung der Unfallfluchten, bedauerte Thomas Dietrich auf Anfrage von FW-Markträtin Anna Koller, die sich über die Zahl der geklärten Vorgänge mit unbekannten Verursachern erkundigte. Die Zahl derer im Ort bezifferte der Polizeihauptkommissar auf 7. „Die vorhandenen Spuren waren aber kaum verwertbar“, kommentierte er die Ergebnisse der zurückliegenden Untersuchungen.

Von erfreulichen Zahlen sprach auch CSU-Fraktionssprecher Markus Troesch, der Dietrichs Ausführungen im Hinblick auf die Straffälle zusammenfasste. Zufrieden zeigte sich zudem Bürgermeister Wolfgang Braun. In der Statistik noch nicht berücksichtigt seien die vor einigen Wochen angezeigten Opferstockaufbrüche. Auch die Wallfahrtskirche war mehr als einmal betroffen. Orte ohne Straftaten gebe es ohnehin nicht, fasste Dietrich die Zahlen zusammen. Deutlich müsse man auch festhalten, hob Thomas Dietrich im Anschluss an seine Ausführungen hervor, dass man mit den hier lebenden Ausländerfamilien und Asylsuchenden keinerlei Probleme habe.

Einstimmig sprachen sich die Marktgemeinderäte in der Sitzung für die Anschaffung eines Mulchers aus, der den Maschinenpark des gemeindlichen Bauhofs künftig ergänzen soll. „Im Vermögenshaushalt haben wir dafür bereits 6000 Euro eingeplant“, erinnerte Bürgermeister Wolfgang Braun an das vor wenigen Wochen beschlossene Budget. „Damit können viele Arbeiten, die sonst extern vergeben werden müssten, nun selbst gemacht werden.“ Die angesprochenen Firmen könnten oft nicht zeitnah arbeiten. Man sei flexibler, fügte er mit Blick auf die Auftragslage der Firmen hinzu. Zwischenzeitlich habe man bereits drei Angebote eingeholt, die Braun dem Gremium zur Entscheidung vorlegte. Die Einsatzmöglichkeiten entlang der Gemeindewege stellte er anhand von Beispielen vor. Kosten wird der neue Mulcher 7095 Euro und damit rund 1100 Euro mehr als veranschlagt.

Info:

Club-Trainer besucht seinen Heimatort

Fuchsmühl ist stolz auf Michael Köllner. Der Herzogöder hat mit dem 1. FC Nürnberg den Aufstieg in die erste Bundesliga geschafft. Im Rahmen eines Empfangs darf sich der Club-Trainer am Samstag, 9. Juni, ins „Goldene Buch“ der Marktgemeinde Fuchsmühl eintragen. „Ich möchte den Empfang um 18 Uhr zum Anlass nehmen, um Michael Köllner zu seinem Erfolg zu gratulieren“, kommentierte Bürgermeister Wolfgang Braun die Einladung zu einem Treffen im Foyer des Rathauses. In den inzwischen versandten Einladungen schreibt Braun: „Mit seiner bodenständigen Art hat er es geschafft, seine Heimat – unsere Gemeinde – über die Grenzen der Oberpfalz hinaus bekannt zu machen.“ Köllner sei ein wichtiger Werbeträger geworden, heißt es in dem vor wenigen Tagen verschickten Schreiben weiter. (wro)

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