17.07.2019 - 10:36 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Teurer als zunächst geplant

Die Wege im Friedhof sind erneut Thema im Marktrat. Die Kosten sind höher als eingeplant. Das gilt auch für Maßnahmen im Bauhof der Gemeinde.

Die bereits begonnenen Arbeiten im Friedhof werden mit einer weiteren Wege-Neugestaltung fortgesetzt. Die Angebote liegen bereits vor und wurden im Marktrat unter die Lupe genommen.
von Werner RoblProfil

Der Neubau eines Wohnhauses im Baugebiet „Gütterner Straße“ stand bereits bei der vorangegangenen Marktratssitzung auf der Tagesordnung. Das künftige Wohngebäude entspreche nicht den Vorgaben des Bebauungsplans, lautete die einhellige Meinung. Zudem müsse man die Stellungnahme des Landratsamtes abwarten, war man sich im Gemeinderat vor wenigen Wochen einig. Eine Änderung des Bebauungsplanes, nur für ein einzelnes Grundstück, kritisierte seinerzeit Marktrat Markus Troesch (CSU), der von einer - so wörtlich - "Gefälligkeitsplanung" sprach.

Jetzt musste erneut darüber gesprochen werden, weil sich der planende Architekt noch einmal an die Gemeinde gewandt hatte und im Telefonat mit dem Bürgermeister gebeten hatte, die Sache noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen. Dabei – so der Bürgermeister – sei zur Sprache gekommen, dass von Seiten des Bauherren eine Behandlung des Bauantrages im üblichen Baugenehmigungsverfahren versucht werde. Zudem habe der Architekt erklärt, dass man die Abweichungen, den Bebauungsplan betreffend, entsprechend begründen und eine Zulassung beantragen möchte. „Ich kann derzeit keine weitere Stellungnahme abgeben“, kommentierte der Bürgermeister die neuesten Informationen über den geplanten, aber noch ungenehmigten Wohnhaus-Neubau mit Doppelgarage im Baugebiet „Gütterner Straße“.

Noch immer ein Thema ist die Neugestaltung des Friedhofs. In den Mittelpunkt rückte nun erneut die Wege-Gestaltung, die mit den Gehstreifen 3 bis 5 weiter vorangetrieben wird. Zwischenzeitlich seien dafür zwei Angebote eingetroffen, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun über Kostenaufstellungen von Unternehmen aus Wiesau und Kemnath. Den einstimmigen Zuschlag bekam ein Tiefbauunternehmen aus der Nachbargemeinde Wiesau, das die Arbeiten an den Flächen 3 und 5 für rund 28.600 Euro und die Maßnahmen am Weg 4 für rund 9500 Euro ausführen wird. Nicht unerwähnt ließ Braun die Tatsache, dass im Haushalt dafür lediglich 30.000 Euro vorgesehen wurden. Was tun angesichts der Überschreitung? „Wir haben bereits eine Lösung gefunden“, erklärte der Bürgermeister mit Blick auf die Vereinbarung, das Zahlungsziel – aber nur für die überschrittene Haushaltssumme - über das Jahr 2019 hinaus zu verlängern, um die Kosten somit auf zwei Jahre verteilen zu können.

Der Ölabscheider im Feuerwehrhaus wurde bereits 1983 eingebaut. „Es hat sich aber gezeigt, dass die Anlage aktuell nicht mehr funktionsfähig ist“, kommentierte Bürgermeister Braun das Ergebnis der zurückliegenden vorgeschriebenen Prüfung. So ist die Gemeinde gezwungen, nach einer Lösung zu suchen. Aktuell fehlt im Bauhof, rund einen Kilometer vom Feuerwehrhaus entfernt, eine entsprechende Anlage. „Ein Ölabscheider wäre dort aber nötig“, mahnte Braun und verwies auf die vorhandenen Geräte und Gemeindefahrzeuge.

Wolfgang Braun gab bekannt, dass man bereits einen Lösungsvorschlag ausgearbeitet habe. Als kostengünstige Alternative regte er an, den Ölabscheider im Feuerwehrhaus abzubauen. Der Bürgermeister brachte eine Ersterrichtung im gemeindlichen Bauhof dafür ins Spiel: „Für reine Waschvorgänge braucht man keinen Ölabscheider.“ Reinigungsarbeiten am Motor und anderen entsprechenden Fahrzeugteilen könne die Feuerwehr ja im Bauhof erledigen, schlug er vor und verwies auf die vorliegenden Kostenangebote, die zusammengerechnet jedoch deutlich über der Haushaltsermächtigung liegen.

„Ich möchte aktuell daher noch keinen Beschlussvorschlag unterbreiten“, verwies Braun auf den zu erwartenden Aufwand für den Waschplatz und die Asphaltarbeiten in Höhe von insgesamt rund 51.600 Euro. Hinzukommen noch Materialkosten in Höhe von rund 12.100 Euro. Die Montagekosten konnte er noch nicht beziffern. „Vielleicht können wir es so machen, dass die Arbeiten 2019 begonnen und 2020 beendet werden“, schloss Braun und brachte somit eine Kostenverteilung auf zwei Jahre ins Spiel.

Am gemeindlichen Bauhof fehlt derzeit noch ein Ölabscheider, der auch von der Feuerwehr genutzt werden könnte.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.