27.08.2019 - 14:18 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Unfall auf dem Weg zum Einsatz: Schwangere leicht verletzt

Ein junger Feuerwehrmann machte sich Dienstagfrüh in Fuchsmühl auf dem Weg zum Einsatz. Dabei startete er ein riskantes Überholmanöver und verursachte einen Unfall.

An dem Opel entstand laut Polizei Totalschaden.
von Roland WellenhöferProfil

Da die Brandmeldeanlage des Altenheims um 7.49 Uhr angeschlagen hatte, wurde die Feuerwehr Fuchsmühl alarmiert. Auch ein junger Feuerwehrmann machte sich daher schnellstmöglich auf den Weg zum Feuerwehrhaus. Als er mit seinem Opel die Marienstraße bergauf fuhr und laut Polizeibericht der PI Waldsassen an einer unübersichtlichen Stelle einen vorausfahrenden Hyundai überholen wollte, kam es zum Unfall.

Um einen Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zu vermeiden, musste der junge Mann sein riskantes Überholmanöver abbrechen und wieder hinter dem Hyundai einscheren. Hierbei kollidierte der Opel jedoch mit dem Hyundai so erheblich, so dass der Beifahrer des Verursachers eine Kopfverletzung erlitt.

Der Hyundai war mit drei Personen besetzt, wobei hier die schwangere Fahrerin leicht verletzt wurde. Die anderen beiden Mitfahrer sowie der Verursacher blieben unverletzt. Aufgrund der möglichen Verletzungsfolgen wurden die beiden Verletzten vorsorglich mit Rettungswagen und Hubschrauber in ein Klinikum gebracht.

An beiden Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von rund 6.000 Euro. Da beide Autos nicht mehr fahrbereit waren, musste sie abgeschleppt werden. Während der Verkehrsunfallaufnahme übernahm die Feuerwehr Fuchsmühl die Verkehrslenkung.

Kreisbrandrat Andreas Wührl bedauert den Unfall. "Wir weisen in den jährlichen UVV-Schulungen (Anm. d. Red. Unfallverhütungsvorschriften) immer wieder auf die besonderen Gefahren bei Einsatzfahrten hin. Sobald der Piepser ausgelöst hat, stehen die Feuerwehrleute unter Stress, denn sie wollen ja anderen Menschen zu Hilfe eilen. Gerade deshalb sollte man auf dem Weg von zuhause zum Feuerwehrhaus ganz besonders aufmerksam fahren", erklärt Wührl.

Im Landkreis würden auch regelmäßig Fahrsicherheitstrainings in Zusammenarbeit mit Fahrschulen durchgeführt. Darüber hinaus gebe es auch einen Fahrsimulator, bei dem man Einsatzfahrten mit ihren besonderen Gefahrenpotential üben könne. Unfälle, an denen Feuerwehrfahrzeuge beteiligt seien, würden gottlob äußerst selten vorkommen. "Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sind solche Unfälle aber nicht hundertprozentig zu verhindern", so der Kreisbrandrat.

An dem Opel entstand laut Polizei Totalschaden.
Den Schaden an den Hyundai schätzt die Polizei auf 5000 Euro.
Vorsorglich wurde auch der Rettungshubschrauber angefordert.
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