Die Umweltschäden nach dem Austritt von rund einer Million Liter Gärresten in einen Bach bei Würzburg sind geringer als befürchtet. Unterhalb der Stelle, an der das verunreinigte Wasser abgepumpt wurde, sei das Gewässer intakt, teilte das Landratsamt Würzburg am Mittwoch mit. Auch die Organismen im Wasser seien an dieser Stelle kaum beschädigt. Im verunreinigten Abschnitt des Baches in Reichenberg (Landkreis Würzburg) seien allerdings keine lebenden Kleinlebewesen mehr gefunden worden. Fische führt der Bach dort ohnehin nicht.
Mitte Februar soll ein Mann eine Biogasanlage in Reichenberg derart manipuliert haben, dass rund eine Million Liter Gärreste austraten und über einen Entwässerungsgraben in einen Bach flossen. Das verunreinigte Wasser wurde abgepumpt und durch ein Klärwerk in die Kanalisation geleitet. Zwei Tage nach dem Austritt konnte der Bach wieder normal fließen. Zwischenzeitlich wurde der Bach so weit gesäubert, dass keine Gefährdung mehr besteht und das Gewässer sich erholen kann.
Der 33-jährige Verdächtige aus dem Landkreis Würzburg wurde vorläufig festgenommen. Über das Motiv herrschte zunächst Unklarheit. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines Umweltdeliktes. Zum aktuellen Ermittlungsstand konnte die Polizei am Mittwoch auf Nachfrage nichts sagen.
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