Gailoh bei Amberg
21.03.2019 - 13:14 Uhr

Quereinsteiger bei Feuerwehr

Bei der Gailoher Feuerwehr gibt es keine Nachwuchssorgen. Auch 2018 fanden junge Leute und Quereinsteiger den Weg in die Gemeinschaft. Und bei allem Übungseifer kamen aber auch Geselligkeit und Kameradschaftspflege nicht zu kurz.

von usc
Nachwahlen, Ehrungen und die Verleihung diverser Lehrgangsbestätigungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Gailoh. Von links OB Michael Cerny, Vorsitzender Georg Honig, der neue Vertrauensmann Matthias Dobler, Kommandant Thimo Höcherl, der neue Kassenprüfer Reiner Klopsch, Herbert Ströhl, der mit dem goldenen Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre aktive Dienstzeit und 40 Jahre Vereinszugehörigkeit wurde, der neue Zweite Vorsitzende Martin Heindl und Zweiter Kommandant Daniel Schildbach. Bild: usc
Nachwahlen, Ehrungen und die Verleihung diverser Lehrgangsbestätigungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Gailoh. Von links OB Michael Cerny, Vorsitzender Georg Honig, der neue Vertrauensmann Matthias Dobler, Kommandant Thimo Höcherl, der neue Kassenprüfer Reiner Klopsch, Herbert Ströhl, der mit dem goldenen Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre aktive Dienstzeit und 40 Jahre Vereinszugehörigkeit wurde, der neue Zweite Vorsitzende Martin Heindl und Zweiter Kommandant Daniel Schildbach.

Im Jahr 2018 investierten die Aktiven der Wehr, zusätzlich zu der Ausrichtung der Feste, rund 380 Stunden für die Aus- beziehungsweise Weiterbildung. Kommandant Thimo Höcherl zeigte sich zufrieden mit der Einsatzbereitschaft, wie er bei der Jahreshauptversammlung betonte. Bei den fälligen Nachwahlen besetzte die Wehr drei Ämter neu.

Die Feuerwehr Gailoh hatte 23 Einsätze zu verzeichnen, meist technische Hilfsleistungen, beispielsweise die Beseitigung von Sturmschäden. Die Aktiven leisteten zudem Dienst bei 206 Sicherheitswachen. Erwähnenswert erschien Höcherl die Tatsache, dass auch drei neue Quereinsteiger mit der Ausbildung begonnen haben. Zudem durfte der Kommandant Auszeichnungen wie Wissenstest Stufe 2 und 3, Deutsche Jugendspange und Jugendflamme Stufe 2 verleihen.

Wie Jugendwart Martin Heindl ergänzte, hat die Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr 22 Übungen absolviert. Dafür opferten die jungen Leute etwa 200 Stunden ihrer Freizeit. Insgesamt belaufe sich der Ausbildungsaufwand auf 300 Stunden.

Bei der Ausbildung arbeiteten die Gailoher nach Höcherls Angaben auch mit den Feuerwehren Karmensölden, Hohenkemnath und Ammerthal zusammen. Zum Beispiel im September bei einer Gemeinschaftsübung in Kemnathermühle und im Oktober bei einer Einsatzübung in Rückertshof. Schwerpunkte waren laut Kommandant die Ausbildung im Digitalfunk sowie die Grundtätigkeiten im Feuerwehrdienst wie Knoten und Stiche, Löschaufbauten und Fahrzeugkunde. Höcherl sprach davon, dass die Gailoher Wehr eine sehr gute und motivierte Truppe habe, mit der sie auch kleinere Einsätze selbstständig abarbeiten könne.

"Zu wenig Personal"

Nach wie vor ein Problem sei, dass man zu wenig Personal bei Tagesalarmen habe. Nach Aufnahme von neuen Aktiven hat die Gailoher Wehr aktuell 147 Vereinsmitglieder, davon elf passive und 91 fördernde, sowie 34 Aktive, darunter drei Frauen. Der Jugendfeuerwehr gehören aktuell fünf Männer und drei Frauen an. Die Feuerwehr verfüg zudem über neun Atemschutzgeräteträger.

Nicht zu kurz kam der Pflege der Kameradschaft bei geselligen Anlässen, etwa beim Veteranen-Zeltlager in Kastl, beim Jahresausflug oder bei der Kirwa, wie Vorsitzender Georg Honig erläuterte. Zusammen mit dem Kommandanten und OB Michael Cerny ehrte er den bisherigen Zweiten Vorsitzenden Herbert Ströhl mit dem goldenen Brandschutzehrenzeichen für 40-jährige Dienstzeit und außerdem für 40jährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein. Für 40 Jahre Vereinstreue sollten auch Michael Kopp und Gerhardt Rubenbauer geehrt werden. Sie waren aber ebenso verhindert wie Christoph Graf und Markus Reindl, die dem Verein seit 25 Jahren angehören. Neu gewählt wurden Martin Heindl zum stellvertretenden Vorsitzenden, Matthias Dobler (Vertrauensmann) und Reiner Klopsch (Kassenprüfer).

Im Falle eines Blackouts

Michael Cerny ließ bei dem Treffen wissen, dass die Amberger Wache mit einem Notstromaggregat ausgestattet werde, um für den Fall eines Blackouts oder einer Katastrophe gerüstet zu sein. Das betrifft laut Cerny auch die Stadtwerke, die im Notfall die Wasserversorgung sichern müsse.

 
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