15.03.2020 - 09:19 Uhr
GebenbachOberpfalz

„Bulldog-Day“ im Waldkindergarten Räuberwald Kainsricht

Da staunt der kleine Joscha nicht schlecht, als er an diesem Tag in aller Früh wie immer in den Wald marschieren will. Im Dorf stehen drei Traktoren für die überraschten Mädchen und Buben vom Räuberwald-Kindergarten Kainsricht bereit.

Mit drei Traktoren fahren die Räuberwald-Kinder an ihrem Bulldog-Day in den Wald.
von links: Christina Pirzer, Elisabeth Lindner, Sabine Lindner, Lisa Dilling und Selina Duscher.

Die Erzieherinnen dieses Ökokids-Kindergartens haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Schützlingen eine nachhaltige Lebensweise nahezubringen. "Unsere Landwirte sind wichtig für die Herstellung von Lebensmitteln", betonte Kindergartenleiterin Sabine Lindner bei dieser Aktion.

"Was macht der Bauer da?", hatte etwa Henry auf dem Weg in den Wald gefragt. Deshalb wollten die Erzieherinnen Lisa Dilling und Christina Pirzer mit den Kindern die Landwirtschaft genauer unter die Lupe nehmen und kamen beide mit ihren eigenen Traktoren nach Kainsricht. Dilling reiste mit einem Kramer des Baujahrs 1967 aus Tabernakel an, Pirzer mit einem 2014er-Fendt aus Winkl bei Ursen-sollen. Das Gefährt ihres Vaters, einen Deutz mit Baujahr 1984, lenkte Kindergartenleiterin Sabine Lindner. Kinderpflegerin Selina Duscher wartete voller Vorfreude mit der Gruppe am Bushäusl im Dorf. Dort konnten sich die Kinder aussuchen, mit welchem der drei Bulldogs sie in den Wald kutschiert werden wollen. Mittag ging es auf dieselbe Weise wieder zurück. Erzieherin Elisabeth Lindner nahm die Kleinen nach Abschluss der Aktion wieder in Empfang.

Mit dem Bulldog-Day widmete sich das Team dem aktuellen Thema Klimaschutz. Die Kinder erfuhren spielerisch, wie sich eine nachhaltige Lebensweise positiv auf den Klimawandel auswirken kann. Mehrere Aktionen sollen diesem Thema folgen. Die Kinder bauen Nistkästen und wirken somit dem Artensterben entgegen. Mit der Besichtigung eines modernen Milchviehbetriebs bekommen die Kleinen erste Einblicke in die Landwirtschaft.

Lebensmittel stehen der Waldgruppe in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Zusammen kaufen sie regionale und saisonale Lebensmittel direkt vom Hofladen oder in einem Unverpackt-Laden. Ein Besuch der Gemeindebücherei macht klar: Bücher werden geliehen, nicht gekauft, was wertvolle Rohstoffe spart. Eine eigene Bienenzucht am Hof macht Spaß und bringt Honig. Die Gruppen legen sich jeweils ein eigenes Hochbeet und einen Kompost aus Paletten an.

Am Zehn-Liter-Wasserkanister lernen die Kinder spielerisch, Wasser zu sparen. "Ich drehe den Hahn schnell wieder zu, damit das Wasser für alle reicht", erklärt Louis dazu. "Machen wir es wie die Bauern", schlug Lisa vor, "und pflanzen Bäume und bauen selber Gemüse an."

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