29.12.2019 - 10:50 Uhr
GebenbachOberpfalz

Flurbereinigungsgenossenschaft Gebenbach nimmt Ehrungen vor

Es ist ein seltene Auszeichnung: Das Ehrenkreuz in Gold für besondere Verdienste im Bereich der ländlichen Entwicklung in Bayern erhalten Andreas und Josef Wendl aus Gebenbach.

Die Vorstandsmitglieder (hinten, von links) Norbert Siegert, Josef Dotzler, Albert Schreglmann, Anselm Schöpf, Georg Wisneth und Markus Rösch gratulieren zusammen mit Bürgermeister Peter Dotzler (vorn links) und Regierungsrätin Miriam Drlicek (Mitte) Andreas Wendl (vorn, Zweiter von links) und Josef Wendl (vorn rechts) zu ihrer Ehrung
von Autor DPEProfil

Die beiden Vorstandsmitglieder der Flurbereinigungsgenossenschaft Gebenbach-Kainsricht wurden im Gasthaus Obermeier von Regierungsrätin Miriam Drlicek von der Aufsichtsbehörde, dem Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) in Tirschenreuth, geehrt. In den Genuss kamen Andreas und Josef Wendl für ihre über 30-jährige Tätigkeit in der Führung der Genossenschaft. Drlicek ist als Juristin direkter Ansprechpartner für die Gebenbacher Genossen.

Wie Vorsitzender Anselm Schöpf erläuterte, wurde Andreas Wendl 1988 in den Vorstand gewählt und gehört ihm seitdem an. Von 1998 bis 2008 war er sogar Vorsitzender. In dieser Zeit trugen die Maßnahmen der Genossenschaft seine Handschrift.

Josef Wendl gehört ebenso seit 1988 dem Vorstand an. 1990 übernahm er das Amt des Kassiers, das er seitdem für die Genossenschafts-Kassen Gebenbach und Kainsricht innehat. "Die beide Geehrten haben für die Genossenschaft viel Verantwortung übernommen und ihre Ämter gewissenhaft ausgeführt", würdigte Schöpf. Er dankte ihnen für ihr langjähriges Wirken zum Wohle der Genossenschaft mit einer Urkunde und Theaterkarten.

Bürgermeister Peter Dotzler überreichte beiden Geehrten für ihre Tätigkeit im öffentlichen Bereich je ein Buchgeschenk. Die Flurbereinigungsgenossenschaft Gebenbach-Kainsricht könne auf eine über 90-jährige Geschichte zurückblicken, sagte der Bürgermeister.

Gebenbach habe als einer der Flurbereinigung-Pioniere bereits 1927 mit Flurzusammenlegungen begonnen. Sein Dank galt allen Genossen für ihre Arbeit in Feld und Flur. Da das Wegenetz nicht nur von den Genossen, sondern von allen Bürgern bei Freizeitaktivitäten genutzt werde, unterstütze die Gemeinde die Genossenschaft mit Zuwendungen für den Graben- und Wegeunterhalt oder bei der Anschaffung von Geräten.

Vorsitzender Anselm Schöpf blickte bei der Versammlung auf die Anfänge der Genossenschaft zurück. Demnach wurde am 23. August 1927 mit 90 zu 26 Stimmen beschlossen, in Gebenbach und Kainsricht in der Flur eine Bereinigung vorzunehmen. Dazu wurde am 8. November 1927 die Flurbereinigungsgenossenschaft gegründet und eine Satzung erarbeitet. Die Bereinigungsfläche betrug damals 747 Hektar mit 3149 Grundstücken und 126 Grundstückseigentümern. Nach dem ersten Verfahren wurden daraus 872 neue Grundstücke gebildet, wurden 8,5 Kilometer Wege erstellt, Gräben, Vorfluter und Drainagen gebaut. 1940 erfolgte die Neuverteilung der Grundstücke, 1954 wurde das erste Flurbereinigungsverfahren abgeschlossen.

Die Genossenschaft wurde 1967 reaktiviert, als für den Straßenbau an der B 14 neue Trassen in der Flur notwendig wurden. Die Genossenschaft war immer wieder von der Auflösung bedroht, doch erkannten sowohl die Aufsichtsbehörden als auch der Rechnungshof sowohl die Notwendigkeit als auch die ordnungsgemäße Arbeit und die vielen Aktivitäten der Genossen an. Ein gemeinsames Abendessen rundete die Festsitzung ab.

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