21.05.2019 - 18:32 Uhr
GebenbachOberpfalz

Soldatenbund: Keine großen Sprünge möglich

Die Abstimmung über die Fusion mit dem benachbarten Kreisverband Sulzbach zum 1. Januar 2020 stand im Mittelpunkt: Der Kreisverband Amberg im Bayerischen Soldatenbund 1874 tagte im Gasthaus Blaue Traube in Gebenbach.

«Einigkeit, Recht, Freiheit» steht auf dem Koppel eines Bundeswehr-Rekruten bei einer Vereidigung: Die Abschaffung der Wehrpflicht hat Folgen für die Traditionsverbände.
von Autor NBUProfil

Die Abstimmung über die Fusion mit dem benachbarten Kreisverband Sulzbach zum 1. Januar 2020 stand im Mittelpunkt: Zur Kreisversammlung traf sich der Kreisverband Amberg im Bayerischen Soldatenbund 1874 im Gasthaus Blaue Traube in Gebenbach.

In seinem umfangreichen Rechenschaftsbericht blickte der Kreisvorsitzende, Oberstleutnant der Reserve Norbert Bücherl, zugleich auch Ortsvorsitzender der SRK Freihung, auf das vergangene Jahr zurück. Mit dem geringfügigen Anstieg bei der Mitgliederzahl (aktuell 403, zehn mehr als 2018) lägen der Kreisverband und die sieben angeschlossenen Ortskameradschaften im Trend. Bücherl dankte Bezirksvorsitzendem Horst Embacher, der in seiner weiteren Funktion als Vorsitzender des benachbarten Kreisverbandes Sulzbach die Fusion aktiv unterstützt habe.

Kreiskassier Norbert Schwendner (SKV Kemnath am Buchberg) berichtete für 2018 von einem geringen Minus von etwas mehr als 100 Euro. Der Zuschuss des Landesverbands an den Kreisverband (50 Cent pro Mitglied im Jahr/derzeit 201,50 Euro) lasse keine großen Sprünge zu.

Horst Embacher berichtete aus dem Bezirks- und Landesverband. Reservisten-Sprecher Gerhard Lindthaler, zugleich stellvertretender Kreisvorsitzender Oberpfalz-Mitte des Verbandes des Reservisten der Bundeswehr, erläuterte die Aktivitäten der Bundeswehr zur Verbesserung der Fahrzeugausstattung des Heeres.

Hintergrund:

Die Fusion

Die Abschaffung der Wehrpflicht 2011 sei unnötig gewesen, sagte Kreisvorsitzender Norbert Bücherl. Dadurch hätten die Verantwortlichen eine Mitschuld, dass sowohl Reservisten- als auch militärische Traditionsverbände mangels Neumitgliedern zunehmend überalterten und im Bestand überwiegend gefährdet seien. Das Durchschnittsalter im Kreisverband liege bei fast 60 Jahren.

Weil junge Nachwuchskräfte fehlten, werde es zunehmend schwieriger, die erforderlichen Posten im Vorstand, vor allem die der Vorsitzenden, in den Ortsvereinen zu besetzen. Selbst der mit 117 Mitglieder stärkste Ortsverband SKV Sorghof brauchte zwei Versammlungen, um einen vollständigen Vorstand zu finden. Es ging um die Nachfolge des seit über drei Jahrzehnte amtierenden Vorsitzenden und stellvertretenden Kreisvorsitzenden Werner Stubenvoll. Die Wahlen der KSK Raigering und Umgebung mussten im Frühjahr verschoben werden, weil es keinen Kandidaten für den Vorsitz gab.

Zur Fusion mit dem Kreisverband Sulzbach verlas Schriftführer Peter Dotzler das Protokoll einer gemeinsamen Versammlung der Kreisverbände Amberg und Sulzbach im November 2018 im TV-Sportpark in Sulzbach-Rosenberg. Dort waren sich alle anwesenden 13 Ortsvorsitzenden einig, eine Fusion zum Jahresbeginn 2020 anzustreben. Der Fusion stimmten nun alle anwesenden Mitglieder zu.

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