06.06.2019 - 15:38 Uhr
GebenbachOberpfalz

Der Stopsel ist immer dabei: Stopselclub Gebenbach wird 50

Mitglieder des Stopselclubs Gebenbach müssen ihn bei Vereins-Treffen immer in der Tasche haben: ihren Stopsel. Wer ihn vergessen hat, zahlt Strafe. Zum 50-Jährigen am Samstag, 8. Juni, haben ihn aber sicher alle dabei.

Hier ist der Gebenbacher „Chefstopsel“ zu sehen: Er ist immer nur im Besitz des Ersten Vorsitzenden.
von Redaktion ONETZProfil

Was ist ein Stopselclub? Hier geht es nicht um eine Krabbelgruppe aus lauter "kleinen Stopseln". Die Mitglieder sind vielmehr Erwachsene und deren Angehörige. Der Stopsel ist in diesem Fall so klein, dass man ihn in die Tasche stecken kann. Und da sollte er auch sein, wenn sich ein Mitglied streng an die Satzung hält: Wer in Gebenbach bei Vereins-Veranstaltungen oder Treffen im Clublokal seinen Stopsel nicht dabei hat, zahlt 50 Cent Geldstrafe. Die Zahl 50 spielt beim Gebenbacher Stopselclub aktuell aber noch aus einem anderen Grund eine wichtige Rolle: Der Verein existiert seit 50 Jahren.

Im Blickpunkt:

50 Jahre Stopselclub Gebenbach

Sein Jubiläum feiert der Stopselclub Gebenbach am Samstag, 8. Juni, im Pfarrgarten. Um 14 Uhr gibt es dort Kaffee und Kuchen, um 18 Uhr wird ein Festgottesdienst in der Kirche St.Martin gefeiert, mitgestaltet von der Blasmusik Gebenbach. Danach führt ein Kirchenzug ins Festzelt, zur Eröffnung des Festabends mit Böllerschüssen und einem Auftritt der Gebenbacher Fahnenschwinger. Es spielen die Allerscheynst’n. Die Bevölkerung ist dazu eingeladen.

Der Jahresbeitrag für Familien beträgt 13 Euro, dazu kommen noch die Strafzahlungen, die die Vereinskasse zusätzlich füllen. Das Geld wird ausnahmslos für Zwecke wie Angebote für Kinder im Ferienprogramm, das jährliche Weinfest und Ausflüge verwendet. Ein weiterer Höhepunkt im Programm ist die Vier-Tage-Fahrt, die jedes Jahr auf die Beine gestellt wird und sich sehr großer Beliebtheit erfreut. 2019 reisen Mitglieder und weitere Interessierte ins Salzkammergut nach Österreich.

Der Einladung zum Geburtstagsfest am Wochenende ist ein weiterer Stopselclub aus dem Landkreis gefolgt: In Aschach gibt es auch einen.

Etwas kleiner als das offizielle Exemplar ist der “Privatstopsel” der Vorsitzenden Silvia Seidel.
Das aktuelle Stichwort:

Stopselclub

Stopselclubs findet man fast ausschließlich in Bayern – die meisten in Schwaben und Altbayern. Die Idee, in Gebenbach einen solchen Verein zu gründen, hatte Georg Zintl. Wolfgang Ackermann hat sie in die Tat umgesetzt: Er warb fleißig Mitglieder und setzte die erste Mitgliederversammlung an, in der der erste Vorstand vor 50 Jahren seinen Dienst begann. Für die vergangenen fünf Jahrzehnte hält Peter Nitsche den Rekord mit 34 Jahren Tätigkeit im Vorstand – davon 22 Jahre als Erster Vorsitzender. Sein Amt und den „Chefstopsel“ hat er mittlerweile an Silvia Seidel abgegeben, die den Verein aktuell führt.

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