19.03.2019 - 11:04 Uhr
Gebhardsreuth bei MoosbachOberpfalz

Kreuzweg für Dorfkapelle

Der Neustädter Künstler Max Fischer hat die Bilder gestaltet. Die Bevölkerung dankt Spenderin Anneliese Hierold.

Prälat Hermann Hierold und Pfarrer Josef Most segneten den neuen Kreuzweg (ein Teil zwischen den beiden Geistlichen) des Künstler Max Fischer (rechts). Darüber freute sich auch Kirchenpfleger Reinhold Baier (links) und bedankte sich im Namen der Bevölkerung.
von Peter GarreissProfil

Im Jahre 2017 wurde die neue Dorfkapelle von Gebhardsreuth gesegnet. Zuvor hatte der eigens für den Bau der Kapelle ins Leben gerufene Kapellenbauverein in vorbildlicher Dorfgemeinschaft das Bauwerk errichtet. Aber dem Kirchlein fehlte noch etwas ganz Wichtiges, nämlich der Kreuzweg. Pfarrer Josef Most schaltete den Künstler Max Fischer aus Neustadt/WN ein und dieser entwarf einige Entwürfe für den Kreuzweg. Als sich der Geistliche und Kirchenpfleger Reinhold Baier auf einen Vorschlag von Fischer einigten, fehlte nur noch das Geld. Mit Anneliese Hierold, der Schwester des Prälaten Hermann Hierold aus Regensburg fand die Ortschaft eine Spenderin, die die Kosten von 3500 Euro für alle 14 Stationen des Kreuzweges voll übernahm. Am letzten Wochenende fand die Segnungsfeier für den neuen Kreuzweg in Anwesenheit der Dorfbevölkerung und zahlreicher Gäste, darunter auch Bürgermeister Hermann Ach mit Gattin Wilma und Altbürgermeister Hans Roßmann, statt. Dabei bedankten sich die Gebhardsreuther bei der großzügigen Spenderin, die leider aus gesundheitlichen

Gründen nicht anwesend sein konnte.

Die von Künstler Max Fischer verwendeten Kreuzwegbilder entstanden auf der Grundlage des vom damaligen Kardinal Ratzinger zum Kreuzweg in Rom 2005 verfassten Texts. Der Künstler ätzte die Motive in Metallplatten ein. Die Bilder sind vertieft als, bewusste Spur des Antlitzes Jesus Christi. Das aufgelegte Blattgold unterstreicht diese Botschaft.

Gemeinsam mit Prälat Hermann Hierold und Pfarrer Josef Most beteten die Gläubigen nach der Segnung zum ersten Male den Kreuzweg in neuen St. Anna Kapelle in Gebhardsreuth. Die beiden Geistlichen wiesen darauf hin, dass die älteste aller Volksandachten der Kreuzweg sei. Seit den Anfängen der Christenheit haben sich Jersusalem-Besucher die Stätten zeigen lassen, wo Jesus gelitten hat. Immer, wenn das Heilige Land den Pilgern versperrt war, vor allem nach den Kreuzzügen, haben Beter versucht, sich das Leiden Christi als Andachtsbild darzustellen. Vor allem Franziskaner errichteten Kreuzwege. Es gebe wohl keine Andacht, in der die direkte Verbindung zwischen dem Erlöser und den Erlösten inniger werden kann, die Nachahmung, die Betroffenheit, die Anwendung auf das eigene Leben. Die Gläubigen dankten Jesus für sein freiwilliges Leiden, für das Aufnahmen des Kreuzes, für den Sturz und tiefen Blick zwischen Jesus und seiner Mutter. Sie erinnerten sich an den erneuten Sturz und die Tröstung und die für die Verzweifelten, die Demütigung und das Niederwerfen sowie die Kreuzigung, Abnahme vom Kreuz, die Grablegung und die Auferstehung. Regelmäßig wird nun in der St. Anna-Kapelle jeden Sonntag um 14 Uhr der Kreuzweg gebetet. Näheres siehe Pfarrbrief.

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