Die 85 Jahre sieht man Johann Götz aus Gelpertsricht wirklich nicht an. Sowohl geistig, als auch körperlich ist er topfit. Mit seiner Partnerin Grete möchte er noch viele gemeinsame Jahre verbringen und auf Reisen gehen.
Der Jubilar wuchs als zweites von zwölf Kindern auf dem landwirtschaftlichen Anwesen seiner Eltern in Gelpertsricht auf. Schon schnell wurde im Kreise der Familie klar, dass Johann den Hof übernehmen wird. Zunächst stand der Schulbesuch in Neudorf an, zu Fuß natürlich, Sommer wie Winter. Die landwirtschaftliche Fachschule in Weiden war die nächste Station, um für den Landwirtsberuf gut vorbereitet zu sein. Stillstand gab es für den Jubilar in all seinen Berufsjahren nicht, er war stets an einer modernen Landwirtschaft interessiert.
1966 übernahm er offiziell den elterlichen Hof, der seit rund 650 Jahren in Familienbesitz ist. Damals war der Hof der Familie Götz noch ein richtiger Bauernhof mit Milchkühen, Schweinen, Hühnern und Ackerbau. Johann Götz stellte den Hof später auf Ferkelzucht und Ackerbau um. 2010 übergab er den Hof an seinen Neffen Matthias, der in seitdem als Biohof weiterführt.
Mit seinem Geburtstag kann er auch das 50-jährige Jubiläum als Jäger feiern. Das Wild und die Natur zu beachten, bereiten ihm immer noch große Freude. Götz engagierte sich auch für seinen Berufsstand. 20 Jahre fungierte er als Obmann des örtlichen Bauernverbandes. Sein Wissen bei der Ferkelzucht brachte ihm für 10 Jahre den Vorsitz bei der Zuchtgemeinschaft Ringferkel ein. Sein Rat war weit über die Grenzen des Landkreises hinaus gefragt. Bei Fachreisen lernte der Jubilar die Landwirtschaft auf allen Kontinenten dieser Erde kennen.
Für eine Periode saß Götz im Gemeinderat Neudorf. Als treues Mitglied bei der Neudorfer Feuerwehr, bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Neudorf und beim CSU-Ortsverband ist er bekannt. Langjähriges Mitglied ist der Jubilar auch beim TSV Neudorf und bei der Siedlergemeinschaft Neudorf. Vereinsabordnungen überbrachten die Glückwünsche.
Sein ganzes Wissen brachte der Jubilar bei der Flur- und Dorferneuerung ein. Götz war treibende Kraft anstelle der Glockenturmerneuerung eine Kapelle in Gelpertsricht zu bauen. Mit Unterstützung der Einwohner setzte er seinen Wunsch in die Tat um. Heute ist die schmucke Dorfkapelle der Mittelpunt von Gelpertsricht.
Bürgermeister Sebastian Hartl, 3. Bürgermeister Johann Kick und Marktrat Hans Meißner gratulierten im Namen des Marktes Luhe-Wildenau. Pfarrer Arnold Pirner gratulierte dem fleißigen Gottesdienstbesucher bereits am Vortag.
Götz dankte den geladenen Gästen für die vielen Glückwünsche. Er fühle sich zwar noch nicht wie 80, aber es werde wohl so sein. Er möchte noch viele Jahre in Gesundheit mit seiner Partnerin Grete und im Kreise seiner Familie und Freunden verbringen.













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