22.02.2019 - 10:14 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Breitband vorerst auf Eis gelegt

Der Georgenberger Gemeinderat will sich mit der weiteren Erschließung noch Zeit lassen. Für Diskussionsstoff sorgt wieder einmal das Thema "Feuerwehr".

Die Gestaltung der Ausfahrt für die neue Fahrzeughalle der Feuerwehr Neuenhammer an der Stelle des jetzigen Stadels wird noch mit der Regierung der Oberpfalz abgesprochen.
von Josef PilfusekProfil

Der Gemeinderat möchte sich mit der Beschlussfassung zum dritten Verfahren im Rahmen der Breitbanderschießung noch ein wenig Zeit nehmen. „Ich will heute noch keinen Beschluss“, gab Bürgermeister Johann Maurer in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag die Richtung vor. Als Hauptgrund nannte er den Gemeindeanteil von 233936 Euro.

Diesen hatte Diplom-Ingenieur Günther Pichlmaier von der Corwese GmbH errechnet. „In dem Verfahren drei werden die derzeit noch unterversorgten Randbereiche im Gemeindegebiet versorgt“, sagte Pichlmaier und ergänzte: „Das sind 49 Häuser.“ Und die könnten seinen Ausführungen zufolge dann einen Glasfaser-Anschluss bis ins Haus bekommen.

Das von der Telekom Deutschland GmbH abgegebene Angebot mit einer Wirtschaftlichkeitslücke von 1.030.654 Euro bezeichnete der Diplom-Ingenieur als plausibel und sprach von gestiegenen Preisen im Tiefbaubereich. „Wir müssen das alles vom Zeitfaktor her sehen“, meinte Marina Hirnet (CSU) im Hinblick auf die nicht von heute von morgen mögliche Umsetzung, während Achim Helgert fand, „dass sich der Funk durchsetzen wird“. Schließlich vertagte das Gremium die Beschlussfassung mehrheitlich.

Wenn es sich um das Thema „Feuerwehr“ dreht, ist im Gemeinderat mitunter für Zündstoff gesorgt. Als „bodenlose Frechheit“ bezeichnete Bernhard Götz (FW) den Rückzug der Georgenberger Kommandanten, die für keine geordnete Nachfolge gesorgt hätten. Außerdem sagte der Ratsherr, dass die Wehr nur sechs Atemschutzgeräteträger und keine 13 vorweisen könne.

„Das kann ich nur bestätigen“, war Maurers Antwort auf Götz‘ Aussage, dass ihm der Kommandant die Verantwortung für die Suche nach Nachfolgern in die Schuhe geschoben habe, war aber sicher: „Ich bin überzeugt, dass es jetzt besser wird.“ Formsache war dann die Bestätigung der am 8. Februar gewählten Kommandanten Dominik Schmid und Oswald Hamann.

In die Warteschleife geht dagegen der Bauplan für die neue Fahrzeughalle der Feuerwehr Neuenhammer. Für Bernhard Götz ging die Vergabe der Planung zu schnell; ferner wollte er Eigenleistungen der Feuerwehr geklärt wissen. „Da habe ich die Zusage“, wies der Rathauschef hin, ebenso auf den Ortstermin am Dienstag mit Brandoberinspektor Michael Iberer von Regierung der Oberpfalz, Kreisbrandrat Marco Saller, Kreisbrandinspektor Martin List und Kreisbrandmeister Alfons Huber. Schließlich herrschte Einigung, bei der Regierung Skizzen mit zwei Vorschlägen einzureichen und die Stellungnahme abzuwarten.

„Die Jahresrechnung ist erstellt“, informierte Josef Pilfusek von der Verwaltung. Er bezifferte die bereinigten Solleinnahmen und –ausgaben im Verwaltungshaushalt auf 2826614,76 Euro und im Vermögenshaushalt auf 1197261,20 Euro. „Es ist keine Kreditaufnahme erfolgt“, sagte Pilfusek und sprach von insgesamt 180125,28 Euro Tilgungsleistungen und 29548,75 Euro Zinsen. Den Schuldenstand zum Ende des Jahres 2018 bezifferte er auf 1517982,38 Euro (1698107,66 Euro ein Jahr zuvor. „Das ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1126,94 Euro. Ende 2017 waren es 1274,86 Euro.“

Der Bürgermeister wies unter anderem noch auf die für den 14. März um 19 Uhr im Rathaus angesetzte Besprechung mit allen Kommandanten hin und nannte als Termin für die Einweihung des Kultursalons den 1. Juni.

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