Georgenberg
23.06.2026 - 16:36 Uhr

Erlebnispfad "Der Pakt vom Schellenberg" ist eröffnet

Ein 1,5 Kilometer langer Erlebnispfad zur Burgruine Schellenberg bei Georgenberg sorgt beim Wanderer für ganz neue Eindrücke: Die Natur digital erleben – das ist hier mithilfe einer App möglich.

An die Bezeichnung „Augmented Reality“ muss man sich noch gewöhnen. Am Montag, 22. Juni, hat die „erweiterte Realität“ mit der Eröffnung des Erlebnispfades „Der Pakt vom Schellenberg“ in der Grenzlandgemeinde Georgenberg Einzug gehalten. Dafür gibt es Lob und Anerkennung von allen Seiten. Im Mittelpunkt steht beim Projekt die Beziehung von Mensch und Natur im Wandel der Zeit.

Das Angebot wird dabei im Rahmen des ILEARN-Projekts (Interaktive Lernerlebnisse mit Augmented Reality in der Natur) als digital gestütztes Umweltbildungsformat umgesetzt. Mit der Feststellung, damit in die Zukunft der Region zu investieren, war Wolfgang Bock überzeugt: „Der Erlebnisweg verbindet Natur, Freizeit, Bildung und Tourismus auf innovative Weise und schafft ein Angebot, das weit über einen klassischen Wanderweg hinausgeht.“

Zum Mitmachen und Nachdenken

Für Georgenbergs Bürgermeister steht der von der Planer Höhe bis zur Burgruine Schellenberg führende etwa 1,5 Kilometer lange Erlebnispfad „nicht nur für Natur und Freizeitgestaltung, sondern auch für die erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Heimat als lebenswerte und zukunftsorientierte Tourismusregion“.

„Hier wird Natur mit digitaler Technik verbunden“, beschrieb Andrea Lang das Vorzeigeprojekt. Mit dem Appell, mit offenen Augen durch die Landschaft zu gehen, stellte die stellvertretende Landrätin die Fragen: „Wie hat sich dieser Ort verändert? Wie haben Menschen hier gelebt? Welche Spuren hinterlassen wir selbst? Und wie wollen wir unsere Umwelt für kommende Generationen gestalten?“

Und so war Lang überzeugt: „Genau hier setzt dieser Erlebnispfad an. Es entsteht ein Raum zum Entdecken, Nachdenken und Mitmachen.“ Dabei mache „Augmented Reality“ sichtbar, was man mit bloßem Auge nicht erkenne: Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Technik als Türöffner

„Sie möchten nicht nur lesen oder zuhören, sie möchten erleben, ausprobieren und selbst Teil davon werden“, beschrieb sie junge Menschen und war sicher: „Hier wird Technik zum Türöffner. Und genau das ist die große Stärke dieses Projekts.“ Schließlich stehe der ländliche Raum auch vor der Aufgabe, Tradition und Zukunft miteinander zu verbinden. Langs Resümee: „Deshalb ist das Projekt weit mehr als ein Freizeitangebot.“

Verbunden mit der Feststellung, „wie innovativ unsere Region sein kann“, galt ihr Dank allen Beteiligten, darunter der Organisation „neuland21“ für die Idee und Umsetzung, dem Landkreis Neustadt/WN, dem Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald, der ILE Naturparkland, den Bayerischen Staatsforsten sowie der Gemeinde Georgenberg und dem OWV Georgenberg.

Geschichte lebendig machen

Laut Dr. Hellmut Fröhlich vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat war für das Projekt ein Anruf aus Brandenburg gekommen. Er unterstrich, dass damit die Geschichte einer Region lebendig gemacht werden könne. „Wir können Wissensschätze einfließen lassen“, sagte der Referent.

Dr. Phillip Bengel, zuständig für die Programmbereichsleitung Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei „neuland21“, wies unter anderem auf die für den Erlebnispfad benötigte App hin. Im Mittelpunkt stehe bei den Projekten die Beziehung von Mensch und Natur im Wandel der Zeit. Davon konnten sich die Teilnehmer bei der Tour in Richtung Burgruine Schellenberg selbst überzeugen.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.