08.06.2020 - 11:20 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Georgenberg sucht nach Fördermöglichkeiten

Der Ausbau der Staatsstraße in Richtung Neuenhammer ist ein Anliegen von Marina Hirnet, das Stephan Oetzinger aufgreift.
von Josef PilfusekProfil

„Wie sieht’s aus, hast du dich schon gut eingelebt?“ Stephan Oetzinger hätte die Frage an Marina Hirnet eigentlich gar nicht stellen müssen. Der CSU-Landtagsabgeordnete hatte mit der Antwort von Georgenbergs neuer Bürgermeisterin schließlich gerechnet. „Ja, mir macht die Arbeit Spaß“, sagte sie und freute sich erst einmal über den offiziellen Antrittsbesuch des Politikers am Donnerstagnachmittag.

Trotz aller Euphorie nach gut einem Monat im Amt als Rathauschefin ging es Hirnet in erster Linie darum, wie die „große Politik“ der Gemeinde unter die Arme greifen kann, vor allem bei Förderprogrammen. „Ich würde gerne die Erneuerung der WC-Anlagen in der Grundschule auf den Weg bringen“, war eines ihrer Anliegen. Da konnte Oetzinger aber nichts versprechen. „Die energetische Sanierung im Rahmen des Konjunkturpakets II ist halt noch nicht so lange her“, wies er auf das im Jahr 2009 über die Bühne gegangene Projekt hin.

Mehr gehen soll hingegen in Bezug auf den Ausbau der Staatsstraße 2396 von Georgenberg in Richtung Neuenhammer. „Da werden wir dranbleiben“, versicherte der Landtagsabgeordnete. „Es wird ein Ortstermin mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach stattfinden.“ Auch beim Ausbau des Mobilfunknetzes – ein weiteres großes Anliegen der Bürgermeisterin wegen der Netzschwäche vor allem in den Bereichen Neuenhammer und Waldkirch – will er sich starkmachen, wobei er allerdings nicht verhehlte, „dass das Bayerische Förderprogramm nicht gerade das Nonplusultra ist“. Unterstützung sagte er auch für Maßnahmen im Bereich der Dorferneuerung zu.

Wie kommen die Gemeinden gut durch die Corona-Pandemie? Für Oetzinger steht dabei fest: „Das von der Bundesregierung geschnürte Maßnahmen-Paket ist gut.“ Schwer getroffen sind seinen Worten zufolge besonders die Gastronomie und die Übernachtungsbetriebe, aber auch etwa Künstler oder Schausteller. Dennoch sieht der Politiker für den Tourismus durchaus eine Chance, nicht nur für die Region, sondern für ganz Bayern und Deutschland. „Natürlich hoffen wir alle inständig, dass keine zweite Welle kommt“, sagte er und appellierte an Hirnet: „Bitte melde dich, wenn ich dir helfen kann.“

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