09.12.2019 - 09:41 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Harfenistin beim Konzertabend im Kultursaison

Die Tiroler Harfenistin Katharina Troger begeistert beim Konzertabend im Georgenberger Kultursalon. Sie schlägt dabei nicht nur zarte Töne an.

Katharina Troger begeistert mit ihrem Harfenspiel.
von Josef PilfusekProfil

Die nachhaltigen Eindrücke, die Katharina Troger im April dieses Jahres beim Osterfestival der Internationalen Jungen Orchesterakademie (IJOA) in Pleystein hinterlassen hatte, haben Susanne und Michael Schieder in ihrem Entschluss gestärkt, sie für ein Gastspiel im Kultursalon zu engagieren. „Ich habe Katharina in Pleystein einfach angesprochen, und sie hat spontan zugesagt“, lässt Michael Schieder am Samstag wissen.

Die 25-jährige Musikerin hat am Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck Harfe sowie am Mozarteum in Salzburg Musikpädagogik studiert. Seit Sommer 2019 belegt sie den Masterstudiengang Harfe an der Hochschule für Musik und Theater in München. Die Künstlerin ist bereits mehrfach international prämiert und hat beispielsweise in diesem Jahr den „Concorso Musicale Internazionale“ der italienischen Stadt Palmanova gewonnen.

Beim Konzert „Staade Weisen im Advent“ bestätigt die Tiroler Harfenistin ihren exzellenten Ruf, indem sie bereits als „Erscheinung am Musikhimmel“ bezeichnet wird. Und so können viele der Besucher kaum glauben, was aus einer Harfe herauszuholen ist. „Manchmal meint man, es spielt jemand auf einem Klavier“, sagen einige. Katharina Trogers Spiel kann zart, aber auch mächtig sein. Dabei streicht sie gefühlvoll über ihr Instrument, spielt mal piano, mal forte und verzaubert so das Publikum.

Das beweist die junge Künstlerin nach dem von der Georgenbergerin Elfriede Süß stammenden Gedicht „Advent“ schon bei dem provencalischen Weihnachtslied „Bring a Torch, Jeanette, Isabella“ aus dem 16. Jahrhundert. „Wia d’Maria empfanga hat“ erzählt Michael Schieder, bevor Katharina Troger „Away in a Manger“ (Komponist William Kirkpatrick) und den ersten Satz Andante – Allegro aus dem Konzert in B-Dur für Harfe von Georg Friedrich Händel erklingen lässt.

Die von Susanne Schieder vorgetragene Geschichte „Franzl, der Engel“ ist die perfekte Überleitung zum lebhaften zweiten Satz der Sonate von Paul Hindemith. Weiter geht es bis zur Pause mit der von Domenico Scarlatti komponierten „Sonate K 61“ und mit „Phantasie Op. 85“ von Robert Fuchs.

Teil zwei eröffnet die Musikerin mit „The minstrel’s adieu to his native land“ aus der Feder von John Thomas. Von dem 1955 geborenen Ludovico Einaudi stammen „The Snow Prelude Nr. 15“, „Tu Sei“, „Discovery at Night“, „Reverie“ und „Two Trees“. Beim „Intermezzo from Cavelleria Rusticana“ können die aufmerksamen Zuhörer dann nochmals die reichhaltigen Facetten des Harfenspiels in vollen Zügen genießen.

Natürlich kann Katharina Troger den Kultursaal nach dem langanhaltendem Beifall nicht ohne Zugaben verlassen. Mit „Melodia Africana Nr. 4“ von Ludovico Einaudi und dem bekannten „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (Komponist Karel Svoboda) zieht die Musikerin schließlich einen Schlussstrich unter einen Konzertabend der Extraklasse. Dass sie nicht nur musikalisch top ist, sondern auch noch überaus sympathisch, beweist sie am Ende, als sie den Besuchern gerne das Spiel mit der Harfe erklärt und auch Autogramme gibt.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.