10.09.2018 - 11:37 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Hoch hinaus zum "Lug ins Land"

Die Ruine auf dem Schellenberg ist Albert Kick "das Wahrzeichen der Gemeinde Georgenberg". Am Tag des offenen Denkmals bringt er den Besuchern die Geschichte der Burg näher.

Albert Kick (Fünfter von links) ist bei den Geschichtswanderungen zum Tag des offenen Denkmals in seinem Element und hat über die Burgruine Schellenberg viel zu erzählen - übrigens ohne Manuskript.
von Josef PilfusekProfil

Kicks Bilanz ist positiv ausgefallen. "Die Besucherzahl war optimal", freute sich Georgenbergs Altbürgermeister über die Resonanz zum Tag des offenen Denkmals. Der als gemeindlicher Heimatpfleger engagierte Tausendsassa führte am Sonntagmorgen und zwei Mal am Nachmittag Besuchergruppen (insgesamt 50 Leute) von der Planer Höhe bei Waldkirch zur Burgruine Schellenberg.

Bei den Geschichtswanderungen begeisterte Kick die aufmerksamen Gäste - unter ihnen bei der letzten Tour Bürgermeister Johann Maurer und NT-Redakteurin Michaela Lowak - nicht nur mit seinem fundierten Wissen, sondern auch mit seinen Auflockerungen und Anekdoten. Im Mittelpunkt der Ausführungen stand natürlich der Schellenberg. Die Ruine ist laut Kick "das Wahrzeichen der Gemeinde Georgenberg" und mit 826 Metern die höchste Erhebung im Landkreis Neustadt/WN.

Bei seinen Erläuterungen spannte der Referent einen Bogen von der Besiedelung des Gebiets durch Herzog Bretislav mit Choden über den Bau der Burg 1347 durch Kaiser Ludwig der Bayer - damals hatte sie "Lug ins Land" geheißen - bis hin zur Erstürmung am 11. und 12. Juli 1498 unter der Führung des Hauptmanns Konrad von Wirsberg.

"Zum Einsatz kamen dabei 80 Reiter, 2500 Fuhrknechte und sechs Büchsen", ließ Kick wissen und erzählte von der teilweisen Zerstörung der Burg. Viel zu erzählen hatte Kick auch beim "Laib-Brot-Felsen" und der geschichtsträchtigen "Dolme".

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