01.04.2019 - 10:26 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Jagdgenossen: Ende einer Ära

Albert Kick gibt nach 52 Jahren Verantwortung bei der Jagdgenossenschaft Georgenberg/Neudorf, darunter 30 Jahre als Jagdvorsteher, den Vorsitz an Andreas Götz ab.

"Danke" sagen Albert Kick (Mitte), Bürgermeister Johann Maurer, der neue Jagdvorsteher Andreas Götz, Revierleiterin Michaela Hamann und der stellvertretende Jagdvorsteher Peter Janker (von links). Von Janker gibt es einen Brotzeitkorb, Bürgermeister Maurer schenkt eine Uhr mit Gemeindewappen.
von Josef PilfusekProfil

„Heute geht ein Stück Geschichte zu Ende“, sagte Andreas Götz in der Jagdversammlung im Gasthof der Familie Scheinkönig und würdigte als neuer Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft Georgenberg/Neudorf die herausragenden Verdienste seines Vorgängers Albert Kick. Der Altbürgermeister hatte 52 Jahre im Jagdwesen, darunter 30 Jahre als Jagdvorsteher, Verantwortung getragen.

Kick machte somit seine Ankündigung vor einem Jahr wahr, nicht mehr für den Chefposten zu kandidieren. „Ich habe alles gerne gemacht“, war sein Resümee nach fast exakt 52 Jahren. Dabei erinnerte er an den März 1967, „als mein Vater heimgekommen ist und mitgeteilt hat, dass er zum Jagdvorsteher gewählt worden ist“. Wegen dessen Schwerhörigkeit habe er dann gleich Versammlungen geleitet und vieles erledigt. „Damals war der Jagdpachtschilling noch eine Bringschuld“, erinnerte Kick. „Inzwischen ist sie eine Holschuld.“ Zusammenfassend sprach er von einem stets vorzüglichen Einvernehmen, ob mit der Gemeinde Georgenberg oder den Bayerischen Staatsforsten, vertreten durch den Forstbetrieb Flossenbürg. „Die Jagd ist seit 1925 bei der Familie Scheinkönig“, sagte der scheidende Vorsitzende, als er dem jetzigen Jagdpächter Thomas Scheinkönig seinen Dank aussprach. Dieser galt auch allen Vorstandsmitgliedern.

„Bitte meldet jeden Wildschaden der Gemeinde und strebt eine einvernehmliche Lösung an“, appellierte der Jagdvorsteher und bat außerdem, den Vorstand über Eigentumsveränderungen bei Grundstücken zu informieren. „Dann ist das Jagdkataster immer auf dem aktuellen Stand.“ Schließlich stellte er fest: „Heute wird der Familienbetrieb Kick beendet.“ Zustimmung fanden die vom Geschäftsführer Josef Pilfusek verlesene Niederschrift über die Jagdversammlung 2018 und der Kassenbericht.

Laut Thomas Scheinkönig sind die neun erlegten Rehe im Drei-Jahres-Abschussplan. „Der harte Winter hat die Erfüllung nicht leichtgemacht“, sagte der Jagdpächter im Rückblick auf ein „stürmisches Jagdjahr“. Erlegt hatte er außerdem ein Wildschwein und sechs Füchse. „Zwei Rehe sind im Straßenverkehr zu Tode gekommen“, merkte Scheinkönig an und ergänzte: „Die Wildunfälle haben sich inzwischen auch auf Gemeindeverbindungsstraßen verlegt und sind nicht nur auf den Staatsstraßen zu verzeichnen.“

Den Dank an die Jagdgenossen, die Gemeinde und den Forstbetrieb gab der Pächter gerne zurück. „Da hat es nie Schwierigkeiten gegeben“, freute er sich und hob vor allem die 23-jährige Zusammenarbeit mit Albert Kick hervor. „Es hat nie Probleme gegeben“, bedankte er sich mit einem „guten Tropfen“.

Das Ergebnis der Neuwahlen: Jagdvorsteher ist Andreas Götz, Stellvertreter Peter Janker, Schriftführer Josef Pilfusek, Kassier Robert Götz (neu), Beisitzer Robert Götz und Klaus Helgert (neu), Kassenprüfer Franz Scheibl und Gerald Wittmann. Der neue Jagvorsteher versicherte: „Ich werde das Ehrenamt mit vollem Einsatz ausführen. Ich trete in große Fußstapfen.“

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