20.10.2019 - 13:16 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Konzert im Kultursalon begeistert

Das Konzert "Bunter Blätterzauber" mit Annemarie Bauer, Marion Elling und Klara Bäumler zieht viele Besucher in den Kultursalon. Die Zeilen eines Herbstgedichts ranken sich durchs Programm.

Klara Bäumler, Annemarie Bauer und Marion Elling (von links) freuen sich über anhaltenden Beifall.
von Josef PilfusekProfil

Michael Schieder ist schon vor dem Auftakt überzeugt: „Freuen wir uns auf einen Kunstgenuss.“ Da passt am Samstag im Kultursalon des Rathauses das von Thomas Baunoch vorgetragene Gedicht „Dies ist ein Herbsttag“ aus der Feder von Christian Friedrich Hebbel. Schließlich steht der Abend unter dem Motto „Bunter Blätterzauber – Werke für zwei Querflöten und Klavier“.

„Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah. Die Luft ist still, als atmete man kaum. Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah, die schönsten Früchte ab von jedem Baum.“ Der Auszug aus Hebbels Gedicht zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm, das Annemarie Bauer, Marion Elling (Querflöten) und Klara Bäumler (Klavier) mit der „Humoresque“ (op. 101, Nr. 7) von Antonín Dvořák schwungvoll eröffnen. Eindrucksvoll präsentieren die Musikerinnen auch die „Trisonate G-Dur BWV 1039 – Adagio – Allegro ma von presto – Adagio e piano – Presto“ von Johann Sebastian Bach.

„Impromptu in E-Dur“ – mit der Komposition von Clara Schumann begeistert Klara Bäumler als Solistin am Flügel. „Töne von mozartischer Leichtigkeit aus der Feder eines Neustädters“ kündigt Baunoch, der als Moderator souverän durch das Programm führt und dieses mit Hinweisen zu den Komponisten und Gedichten untermauert, die Werke „Vingt Duos pour deux Flûtes tirés da l’Opera“ und „Das Labyrinth, No. 1 Allegretto – No. 7 Allegretto“ des in der Kreisstadt geborenen Franz Gleißner an. Temperamentvoll geht es dann mit „Andante et Rondo, op. 25“, ein Werk von Franz Doppler, in die Pause.

Max Reger kommt zu Ehren

„Jede Jahreszeit hat ihre Reize. Man muss die Natur nur versteh’n. Solange die Menschheit sie schütze, bleibt diese Schönheit für uns auch besteh’n“, zitiert der Moderator aus dem Gedicht „Herbststimmung“ von Bärbel Herfort. Der zweite Teil des Abends steht dann zunächst ganz im Zeichen des ersten Satzes „Allegro moderato“ aus dem „Trio in G-Dur, op. 119“ von Friedrich Kuhlau, dem die Künstlerinnen „Flower Duet from Lakmé“ (Komponist Leo Delibes und arrangiert von Jeanne Baxtresser) folgen lassen.

Ein Werk von Max Reger darf ebenfalls nicht fehlen. Und da ist das von Baunoch vorgetragene Gedicht „Ich wollt‘, meine Lieb‘ ergösse sich“ von Heinrich Heine die perfekte Überleitung für die „Romanze in G-Dur“. Theobald Böhm hat „Trois Duos de Mendelssohn et Lachner“ sowie „Allegretto non troppo – Allegro agiato – Allegro non troppo“ komponiert.

Als griechische Nymphe, die durch ihre Schönheit bekannt und vom Hirtengott Pan umworben worden ist, bezeichnet der Moderator „Syrinx“. So hat Claude Debussy auch sein Werk genannt. „Three dances for two flutes“ von Gary Schocker war schließlich der krönende Abschluss des eindrucksvollen Konzerts, das die Künstlerinnen nach stehendem Beifall mit einer Zugabe beenden.

Am Samstag, 7. Dezember, geht es dann in die nächste Runde, wenn um 19 Uhr die Tiroler Harfenistin Katharina Troger „Staade Weisen im Advent“ spielt.

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