12.06.2020 - 11:34 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Luftballon-Schnitzel am Schellenberg

Hat da jemand Geburtstag, Verlobung oder sonst ein Ereignis gefeiert? OWV-Vorsitzender Manfred Janker jedenfalls ist stocksauer über die Hinterlassenschaften.

So sieht es am Donnerstag im Burggelände aus.
von Josef PilfusekProfil

„Seit vielen Jahren hat sich hier zu Hase, Rehbock, Rotwild-Tier in unsere schöne Welt ein neues Säugetier gesellt. Es wird von unserem Wild gemieden. ‚Brehms Tierbuch‘ hat es nicht beschrieben, und doch ist es kein Jagdlatein. Es gibt hier das Bergwaldschwein. Es kommt bepackt mit Picknick-Sachen, um sich’s im Wald bequem zu machen; packt’s Essen aus aus vielen Hüllen, um sich dann den Bauch zu füllen. Zieht es weiter vollgefressen, sieht man genau, wo es gesessen. Plastiktüten, Dosen, Flaschen hat es einfach liegen lassen. Es trägt zum Wald gern voll und schwer. Nach Haus‘ wär’s leichter, weil’s ja leer. So liegt der Mist im Wald herum. Man sieht, das Bergwaldschwein ist dumm. Denn es geht dem Zwei-Bein-Schwein nicht in den blöden Schädel rein, dass es demnächst am selben Fleck setzt sich in den eigenen Dreck.“

So steht es auf einer vom Oberpfälzer Waldverein am Aufgang zur Burgruine Schellenberg angebrachten Tafel mit dem Titel „Warnung vor dem Bergwaldschwein“. „Leider gibt’s halt immer wieder Unbelehrbare“, bedauert Manfred Janker. Mehr noch: Der OWV-Vorsitzende ist stinksauer, nachdem er am Fronleichnamstag erfahren hat, dass jemand am Aufgang zum Aussichtsturm gefeiert haben muss. Reste eines Helium-Luftballons, die zum Teil bis zum Aufgang verstreut sind, weisen darauf hin. „Das ist eine Riesensauerei“, empört sich Janker.

Auch in Facebook hat ein User seinem Unmut über den oder die Umweltsünder freien Lauf gelassen. „Noch romantischer kann man die Umwelt ja nicht zumüllen“, findet der Mann und gratuliert sarkastisch: „Herzlichen Glückwunsch zur Verlobung, zum Jahrestag oder zu was auch immer!“ Der OWV-Chef hofft natürlich, den Übeltätern auf die Spur zu kommen, weiß aber auch: „Das wird schwierig.“ Deshalb setzt Janker für die Feststellung der Verursacher eine persönliche Belohnung von 100 Euro aus und appelliert: „Bitte helfen sie alle mit, derartige oder andere Verunreinigungen zu verhindern. Wir schaffen das jedoch nur gemeinsam. Es will doch sicher niemand, dass der Turm wieder gesperrt werden muss.“ Kontaktdaten: Telefon 09658/510 oder 0151/10510510, E-Mail majanker[at]t-online[dot]de

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