15.01.2020 - 10:11 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

OWV Georgenberg aktiv im Naturschutz und beim Wandern

Der Waldverein beackert ein breites Feld. Dafür gibt es Dank von Bürgermeister Johann Maurer und Hauptvereinsvorsitzendem Armin Meßner.

von Josef PilfusekProfil

Die Tätigkeitsberichte des Vorsitzenden, der Schriftführerin und der Warte hatten in der Jahreshauptversammlung des Oberpfälzer Waldvereins am Samstag im „Berggasthof“ Schaller nachhaltige Eindrücke hinterlassen. Bürgermeister Johann Maurer und Armin Meßner, der Vorsitzende des OWV-Hauptvereins, waren nämlich begeistert über die Aktivitäten von Manfred Janker & Co.

„Das vergangene Jahr war geprägt durch das Anbringen von Wanderwegweisern“, fand Egbert Kohl. Nach den Aussagen des Wegewarts hat das Team 100 Wanderwegweiser in Alu-Dibond sowie 1000 Wegweiser mit den entsprechenden Markierungen auf Holz und mit Blech montiert. Laut Janker hat der OWV mit dem Anfertigen und Anbringen von zehn neuen Wandertafeln einen Schlussstrich unter die Erneuerung des gesamten Wanderwegenetzes mit insgesamt 26 Wanderwegen und 160 Kilometern Länge gezogen. Unter der Federführung von Matthias Scheinkönig ist die Digitalisierung erfolgt.

Im Rückblick auf die acht Wanderungen hob Sieglinde Gleißner vor allem den „Tag des Wanderns“ mit der Kindertagesstätte, die Tour auf dem „Goldsteig“, die Herbstwanderung des Hauptvereins mit rund 160 Teilnehmern oder die Raunacht-Wanderung hervor. Bernhard Schaller ist mit Max Reber für 40 Bänke mit Umgriff verantwortlich. „Das Streichen macht viel Arbeit“, wies Reber dabei hin.

Der Bericht des Natur- und Landschaftswarts Rainer Folchmann beinhaltete neben dem Einbau eines neuen Bodens im Schaukasten bei der Mühle in Gehenhammer den Dank an die Familie Bachmann für die Überlassung eines präparierten Maulwurfs. Hildegard und Ludwig Frauenreuther hatten sich wieder um den Bereich der Binsenstock-Kapelle und des „Baumhackl-Brunnens“ gekümmert. „Am Parkplatz bei der Mühle haben wir einen Erinnerungsstein aufgestellt“, war eine der Informationen des Vorsitzenden, der unter anderem auf die neuen Bänke auf der Terrasse hinwies.

„Seit meinem Tätigkeitsbericht 2018 haben sich kaum Änderungen ergeben“, sagte Willibald Gleißner. „Auch die Belegung der Vogel- und Fledermauskästen ist relativ gleichgeblieben. Lediglich die Raufußkauz-Kästen rund um den Schellenberg waren überwiegend leer.“ Der Vogelschutz- und Fledermauswart betreut insgesamt 311 Objekte und freute sich, „dass die Fledermauskästen im Staatsforst sehr gut angenommen wurden und zum Teil schon im ersten Jahr belegt waren“.

Zusammen mit Franz Striegl hatte Gleißner den kompletten Eingangsbereich des Fledermauskellers in Neuenhammer erneuert, künstliche Schwalbennester besorgt und das Glas des Hornissenkastens an der Mühle erneuert. Als „Vogel des Jahres 2020“ nannte er die inzwischen auf der „Roten Liste“ stehende Turteltaube.

Anja Thalhausers Rückblick enthielt unter anderem die in gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten und der Gemeinde über die Bühne gegangene Instandsetzung des Aussichtsturms auf der Burgruine Schellenberg, die Ferienaktion oder die erstmals veranstaltete Kinder-Waldweihnacht. „Die Finanzen sind bei Sven Thalhauser in guten Händen“, würdigte Hermann Pflaum die Arbeit des Hauptkassiers, der kurz davor Rechenschaft abgelegt hatte. Geprüft hatte Pflaum die Unterlagen gemeinsam mit Hans Wloka. Formsache war die Billigung der Satzungsänderung im Hinblick auf die Gemeinnützigkeit.

„50 Jahre gehören gefeiert“, fand Johann Maurer und freute sich schon auf das 2021 anstehende Jubiläum. Außerdem stellte der Bürgermeister fest: „Der OWV hat wieder viel bewegt.“ Die Aussage bezog er auch auf das Engagement bei der Zertifizierung des „Glasschleifererwegs“ zum „Premiumweg“ oder der Instandsetzung des Aussichtsturms auf der Burgruine Schellenberg. Zusammenfassend bedankte er sich für das gute Miteinander während seiner Amtszeit.

Armin Meßner ist selbst bei Aktionen in Georgenberg dabei und sprach von einer hervorragend gestalteten Homepage. „Sie zeigt, was ihr alles leistet“, sagte der Vorsitzende des Hauptvereins und ergänzte: „Der OWV macht in der Region gute Arbeit.“

Im Gottesdienst am Sonntag hatte der OWV vor allem an die 2019 verstorbenen Mitglieder Johann Frauenreuther, Karl-Heinz Heureicher, Willi Ittner, Erwin Kreuzer, Willi Nirschl und Josef Woppmann sowie an die ebenfalls verstorbene Vorsitzende des Patenvereins Pfrentsch, Rosemarie Grötsch, erinnert.

Info:

Neue Öffnungszeiten der Mühle

Bei der Mühle in Gehenhammer ändern sich vorübergehend die Öffnungszeiten. „Ich habe dem Wunsch der Pächter Ingrid und Thomas Graf gerne entsprochen“, ließ Manfred Janker in der Jahreshauptversammlung des Oberpfälzer Waldvereins wissen. „Sie haben mich informiert, dass derzeit am Freitag nur wenige Gäste kommen.“ Die Mühle ist deshalb vom 17. Januar bis 14. Februar am Freitag geschlossen. Aktuelle Öffnungszeiten sind demnach am Mittwoch sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 13 bis 19 Uhr.

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