30.06.2021 - 11:11 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

"Vision Schöpfung" im Kultursalon Georgenberg

Schwester Immolata Irmgard Meyen kommt diesen Samstag zur Vernissage nach Georgenberg. Auch mit 90 Jahren besticht sie mit ihrer Schaffenskraft.

Die Schwester Immolata Irmgard Meyen zeigt ab Samstag ihre Bilder im Kultursalon.
von Josef PilfusekProfil

Der Kultursalon steht vor einem besonderen und herausragenden Ereignis. Mit der Vernissage am Samstag, 3. Juli, um 14 Uhr beginnt im Rathaus die Gemälde-Ausstellung mit Bildern und einem Zyklus mit Zeichnungen von Schwester Immolata Irmgard Meyen unter dem Motto „Vision Schöpfung“. Sie dauert bis zum 31. Juli. „Wir freuen uns sehr, dass die Schwester persönlich kommt“, fiebern Susanne und Michael Schieder dem Auftakt entgegen. Die am 24. Oktober 1930 in Todtnau im Schwarzwald geborene Schwester Immolata ist in erster Linie zwar Ordensfrau, aber auch eine großartige Künstlerin.

Akademische Malerin

Ihre Mutter entwarf phantasievolle Fasnetskostüme und erhielt bei alemannischen Fasnetstreffen in der Schweiz mehrere Preise. Die künstlerische Ader liegt also in der Familie. Mit 18 Jahren modellierte sie für ihre Mutter die Kleinplastik „Der fidele Junge“ aus Alabaster-Ton. „Da fing mein Drang an zu gestalten“, erinnert sie sich. Von 1948 bis 1952 absolvierte sie eine Ausbildung im Kloster Gengenbach in Gold- und Parament-Stickerei. 1953 trat Schwester Immolata in Augsburg in den Orden „Franziskanerinnen von Maria Stern“ ein. Sie studierte Kunst in der Augsburger Werkkunstschule bei Professor Winfried Nerdinger, dann an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Professor Hugo Peters und zuletzt an der Kunstakademie in München. Dort war sie drei Jahre lang Meisterschülerin bei Professor Franz Nagel, und sie erhielt das Diplom als Akademische Malerin.

Laien für Kunst begeistert

Ihre viele Studienaufenthalte führten Schwester Immolata unter anderem nach Israel, Korea, Indien oder Südamerika. Wegen ihrer pädagogischen Fähigkeiten war sie auchals Kunsterzieherin an Schulen ihres Ordens eingesetzt. Später hat sie Laien durch Malkurse für die Kunst begeistert und in Brasilien in einem Ordensinternat als Vorbereitung auf einen Franziskustag mit den Erzieherinnen und Kindern Bilder gemalt. Schwester Immolata konnte sich ganz der Kunst widmen und hatte ihr erstes Atelier in Augsburg. Weitere folgten in der ordenseigenen Schule in Immenstadt im Allgäu und in München. Dort lebte sie die längste Zeit in einem vom Orden betriebenen Studentenwohnheim und kehrte erst wieder im hohen Alter nach Augsburg zurück.

„Wegen der Corona-Pandemie können zur Vernissage nur geladene Gäste kommen“, bedauern Susanne und Michael Schieder. Darüber hinaus ist die Ausstellung aber täglich von 9.30 bis 11.30 Uhr und von 18.30 bis 20 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Es ist aber in jedem Fall eine Anmeldung per Telefon unter 09658/9139532 oder per E-Mail unter kultursalon[at]edition-symphonia[dot]de erforderlich. Außerdem weist das Ehepaar hin, „dass der Eintritt zur Ausstellung zwar kostenlos ist, wir stellen aber eine Box auf und bitten um Spenden zur Deckung der Auslagen“. Außerdem informiert es: „Die Gemälde können auch erworben werden. Interessenten können sich vor und während der Ausstellung gerne bei uns melden.“

Service:

Ausstellung im Kultursalon

  • Vernissage am Samstag, 3. Juli, um 14 Uhr nur für geladene Gäste.
  • Schau bis 31. Juli zu sehen.
  • Täglich von 9.30 bis 11.30 und 18.30 bis 20 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet, Anmeldung unter Telefon 09658/9139532 oder per E-Mail an kultursalon[at]edition-symphonia[dot]de.

 

 

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