Georgenberg
26.05.2018 - 08:28 Uhr

Wandern, wo früher Krieg geführt wurde

Eine ehemalige Panzersperre ist friedlicher Treffpunkt eines Rundwanderwegs, der über die Grenze führt.

OWV-Vorsitzender Manfred Janker, Wanderwart Josef Meckl (von links)  schauen Bürgermeister Johann Maurer und Jiri Cengery, Klub Tschechischer Touristen, Region Pilsen, beim Festschrauen der Hinweistafen mit der Geschichte der dort befindlichen Panzersperre zu bey
OWV-Vorsitzender Manfred Janker, Wanderwart Josef Meckl (von links) schauen Bürgermeister Johann Maurer und Jiri Cengery, Klub Tschechischer Touristen, Region Pilsen, beim Festschrauen der Hinweistafen mit der Geschichte der dort befindlichen Panzersperre zu

Der Wanderer auf dem Grenzüberschreitenden Rundwanderweg von Navran (Rabenberg) bis zur Alten Mühle Gehenhammer auf tschechischer Seite und dann in seiner Fortsetzung über die Tafelbuche und den Aussichtsturm Schellenberg zurück nach Navran (Rabenberg) erlebt nicht nur einen einmaligen Naturgenuss, sondern wird auch mit der deutsch-tschechischen Geschichte konfrontiert.

Nahe der Ortschaft Neukirchen/St. Christoph erinnern die Reste einer Panzersperre aus schweren Stahlschranken, der Herstellerfirma nach auch „Ippenschranken“ genannt, an nicht ganz so friedvolle Zeiten zwischen den beiden Ländern. Mit dem Bau dieser Schranke wurde die Bedeutung des Weges inmitten des nicht überschaubaren Waldgebietes hervorgehoben. Die Sperre ließ eine Durchfahrbreite von 3,5 Metern zu und zeigt auch heute noch ihre massive Konstruktion. Als Bauzeit der Sperre werden die Jahre 1937/1938 vermutet. Anfang der fünfziger Jahre wurde im Bereich vor der Sperre ein tiefer Graben ausgebaggert.

Am Freitagvormittag machten sich vom Oberpfälzer Waldverein Georgenberg Vorsitzender Manfred Janker, Wegewart Josef Meckl, Frantisek Koncelik und Jiri Cengery vom Klub Ceskych Turistu, Region Pilsen, Markierungsbereich Tachov von der Mühle Gehenhammer Richtung ehemalige Panzersperre auf den Weg. Nach zwanzigminütiger Wanderung war dieses Ziel erreicht. Bürgermeister Johann Maurer war zum Treffpunkt per PKW über Neukirchen/St. Christoph gefahren.

OWV-Vorsitzender Manfred Janker hatte eine Hinweistafel anfertigen lassen, die zweisprachig die Geschichte der Grenzsperre erzählt und jedem Wanderer auch näherbringt, dass die Tafel gemeinsam vom OWV Georgenberg und dem Klub Tschechischer Touristen, Markierungsbereich Tachov, aufgestellt wurde.

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