03.03.2019 - 12:03 Uhr
GleiritschOberpfalz

Politiker auf den Mond geschossen

Jedes Jahr glaubt man, dass keine Steigerung beim Gleiritscher Faschingszug mehr möglich sei, doch dann setzt die Vereinsgemeinschaft mit Gästen noch eins drauf. Das Ergebnis: Ein Gaudiwurm der Superlative.

Schon lange vor dem Start des Faschingszuges dröhnten am Samstag die Boxen der Themenwagen durchs Dorf. Die Besatzungen und die vielen bunt maskierten Zuschauer kamen schnell in Stimmung. Als es dann Punkt 14 Uhr losging, tobte der Bär in Gleiritsch. Die Narren am Straßenrand ließen sich schnell mitreißen.

Der Eisstockverein Lampenricht hatte sich Gäste auch China eingeladen, einige Gruppen nutzten die Gelegenheit, gleich für ihr Jubiläum zu werben. Auch das Volksbegehren zur Artenvielfalt war Thema: Da kam die Forderung auf, nicht nur die Bienen, sondern auch die Stinktiere zu retten.

So mancher freute sich über die Erinnerung an die Mondlandung vor 50 Jahren oder über den Neubau des "Traumschiffs" mit Florian Silbereisen, der nur einen Bruchteil der Sanierung der "Gorch Fock" gekostet hat. Dass sich die Gleiritscher mangels einer Geburtsstation im Oberviechtacher Krankenhaus eine eigenen Entbindungsstation (inklusive Live-Übertragung) gebaut haben, kam auch gut an.

Die Bundeswehr war mit einem "nicht selbst fahrenden" Kampfgefährt unterwegs und inszenierte jede Menge Pannen. Der Gleiritscher Schützenverein wollte sich an diesem Tag angeblich gleich selber "abschießen". Aber auch die Politik in Berlin bekam ihr Fett weg: Der Pflegenotstand wäre längst behoben, wenn wir so viele Pflegekräfte wie unfähige Politiker hätten, hieß es da. Andere machten ihrem Unmut bei dieser Gelegenheit noch drastischer Luft: Ein paar Politiker sollten per Rakete gleich auf den Mond geschossen werden.

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