20.01.2020 - 11:28 Uhr
GleiritschOberpfalz

Wappnen für geändertes Klima

Eine breite Themenpalette wird den Landwirten im Dorfwirt in Gleiritsch aufgetischt. Die Referate befassen sich mit der maschinellen Bodenprobe per GPS, beleuchten die Nährstoffversorgung und den Pflanzenschutz bei Trockenheit.

BASF-Vertreter Markus Maul informierte über den neuen Wirkstoff Revysol.
von Christof FröhlichProfil

Die gemeinsame Agrarveranstaltung richteten die beiden Raiffeisen Waren und Dienstleistungs-GmbHs Fensterbach und Schönsee aus. Zunächst referierte Lucia Birkmeir, Vertriebsmitarbeiterin der Farmfacts GmbH, über den "Next-Bodenproben-Service". Sie verdeutlichte, dass der Landwirt stets die sieben Grundnährstoffe des Bodens im Blick haben müsse. Für die nötige Humusuntersuchung stellte sie ein Gerät für die Entnahme von Bodenproben vor. Per GPS sei es möglich, die Qualität des Erdreichs über Jahre hinweg zu vergleichen und eine Düngung sinnvoll anzupassen. Mit dieser Kombination aus Digitalisierung und pflanzenbaulichem Fachwissen könne eine umweltschonende und nachhaltige Landbewirtschaftung erreicht werden.

In einem weiteren Vortrag stellte Markus Maul, Verkaufsberater der BASF (Badische Anilin- und Sodafabrik), den neuen Fungizidwirkstoff Revysol vor. Dieser solle „Pflanzenschutz trotz Trockenheit“ sicherstellen. Laut dem Referenten investiert die BASF jährlich 900 Millionen Euro in den Forschungsbereich, mit denen in der Landwirtschaft den Klimaveränderungen begegnet werden soll. Bisher seien die Betriebe mit der Problematik der regenarmen und heißen Sommer alleine gelassen worden. Gesetzliche Vorgaben hätten die Probleme sogar noch verschärft. Maul kritisierte, dass seitens der Politik nicht berücksichtigt werde, dass die Landwirtschaft nicht nur CO2 (Kohlenstoffdioxid) erzeugt, sondern dieses auch in großem Maße gebunden wird. Dies sollte eigentlich auch honoriert werden.

Mit Blick auf den Pflanzenbau müsse es auch weiterhin oberstes Ziel sein, dass nur Wirkstoffe verwendet werden, die nicht schädlich für Mensch und Natur sind, so der Referent. Markus Maul ging auch noch auf die Nährstoffzuführung beim Anbau von Gerste, Roggen, Mais und Raps ein. Je mehr Humus durch die Zuführung von Nährstoffen erzeugt werde, umso länger werde immer weniger Wasser im Boden gehalten.

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