Grafenwöhr
12.10.2022 - 18:33 Uhr

22-Jähriger liefert sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei

Ein 22-Jähriger aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach hat sich am frühen Montagmorgen Richtung Grafenwöhr eine Verfolgungsfahrt mit einem Polizisten geliefert. Dabei gefährdete er einige andere Verkehrsteilnehmer.

Der 22-Jährige entkam dem Polizisten. Schließlich wurde er aber trotzdem festgenommen. Symbolbild: Peter Kneffel/dpa
Der 22-Jährige entkam dem Polizisten. Schließlich wurde er aber trotzdem festgenommen.

Auf dem Weg zum Dienst auf der B299 von Hütten in Richtung Grafenwöhr ist einem Polizeibeamten am Montagmorgen gegen 5.35 Uhr ein Ford aufgefallen, der hinter ihm Schlangenlinien gefahren ist. Noch bevor der Polizist einen Notruf absetzen konnte, kam das Auto nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr einen Straßenleitpfosten um und blieb im Straßengraben stehen.

Laut Polizeibericht hielt der Beamte an und wollte dem "Verunfallten" helfen, als er sich aber als Polizist zu erkennen gab, drückte der Fahrer des Ford aufs Gas und flüchtete viel zu schnell weiter Richtung Grafenwöhr. Der Polizist nahm daraufhin die Verfolgung auf. Er folgte dem Ford über Pressath Richtung Kemnath. Dabei überholte dieser "hochriskant und grob verkehrswidrig" mehrere Autos, so die Polizei Eschenbach. Nur durch Vollbremsungen und Ausweichmanöver konnten die anderen Fahrer Schlimmeres verhindern.

Schließlich verlor der Polizeibeamte den Fahrer aus dem Blick und musste die Verfolgung abbrechen. Kurz darauf hat die Polizei den Flüchtigen in seinem Auto an seiner Wohnadresse gefunden und festgenommen. Hinweise darauf, dass der 22-Jährige alkoholisiert war, gab es vorerst nicht. Für eine toxikologische Untersuchung musste er trotzdem Blut abgeben. Gegen ihn ermittelt die Polizei nun wegen mehrerer Verkehrsdelikte, unter anderem wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise dazu geben können, bittet die Polizeiinspektion Eschenbach, sich unter 09645/92040 zu melden.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.