13.12.2019 - 09:26 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

95 Jahre rüstig und agil

„Ich bin zufrieden, es kann so weitergehen“, erwidert Max Reiter auf die vielen guten Wünsche, die er an seinem 95. Geburtstag entgegennehmen darf. Im Haus des Grafenwöhrers herrscht an seinem Ehrentag reger Betrieb.

Max Reiter (vorne, Mitte) feiert 95. Geburtstag. Familie, Vereinsvertreter und Bürgermeister Edgar Knobloch (hinten, Mitte) geben sich am Ehrentag ein Stelldichein.
von Autor MORProfil

Stadtpfarrer Bernhard Müller und Christa Klug gratulierten dem treuen Kirchgänger, der allsonntäglich die Messe in der nahen Friedenskirche besucht. 78 Jahre gehört Max Reiter außerdem der Feuerwehr an, weshalb Vorsitzender und Kommandant Alexander Richter sowie sein Stellvertreter Markus Engelhardt vorbeischauten. Über 60 Jahre ist der Jubilar auch Mitglied im Männergesangverein. Für diesen überbrachte Rudi Haupt die Glückwünsche für den langjährigen aktiven Sänger. Willi Buchfelder freute sich, dem Ehrenmitglied des Heimatvereins gratulieren zu dürfen. Mit vielen Arbeiten im Verein, im Museum oder an Kulturgütern der Stadt stellte der gelernte Steinmetz seine Fähigkeiten und seine Heimatliebe immer wieder unter Beweis. Seit 1955 gehört er zudem der CSU an, und auch Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern gratulierte dem ältesten Mitglied im Ortsverband. Thomas Reiter wünschte für die Sportvereinigung TuS/DJK alles Gute.

Bürgermeister Edgar Knobloch gratulierte mit der Urkunde der Stadt, zu deren ältesten Mitbürgern Max Reiter zählt. Beim Plausch mit dem rüstigen und geistig agilen Senior erzählte er von seinem Leben. 1924 wurde er in der Grafenwöhrer Vorstadt geboren und lernte im elterlichen Betrieb. Die Kriegswirren führten ihn durch ganz Europa. Aus der Ehe mit seiner Frau Anni gingen fünf Kinder hervor. Zur Großfamilie Reiter gehören elf Enkelkinder und drei Urenkel. Schwer trafen Reiter 2015 der Tod seiner Ehefrau Anni und seines ältesten Sohnes Norbert im Jahr 2017. Der Jubilar lebt im Haus von Tochter Gabi und ihrer Familie, die für den Vater sorgen. Unterstützung erfährt Max Reiter auch von der Caritas sowie seinen Kindern Martina, Birgit und Manfred. Regelmäßig besucht er die Senioreneinrichtung Arche und genießt dort die Gemeinschaft. Auch freut er sich über Besuche bei seinem 90-jährigen Cousin Engelbert Reiter. Durch die Zeitungslektüre ist Max Reiter immer gut informiert und nimmt, wo immer es geht, an Veranstaltungen oder Konzerten in der Stadt teil.

Krönender Abschluss am Ehrentag war der Besuch des Kolpingnikolauses. Vorsitzender Andreas Greiner gratulierte im Gewand des heiligen Mannes seinem treuen und ältesten Kolpingsmitglied. Wie in den vielen Jahren davor durfte der rüstige 95-Jährige den Stab des Heiligen Nikolaus halten und verabschiedete ihn mit dem Wunsch „Kummt's nächst´s Joar wieder“.

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