Und zwar für investitionsbereite Unternehmer, Bauherren und für die boomende Bauwirtschaft. Das macht Freude. Zu allererst freute sich der Bauausschuss über einen Bauantrag, der Arbeitsplätze verspricht. Im Gewerbegebiet am Flugplatz plant die Firma Sondermaschinentechnik (SMT) eine Erweiterung der Produktionshallen um 900 Quadratmeter.
1994 gegründet, brummt der einstige Ein-Mann-Betrieb. Diplom-Ingenieur Klaus Schnabel schuf ein blühendes Unternehmen. Das Einvernehmen zum Bauantrag erteilte das Gremium einstimmig. Ebenso selbstverständlich war für die Räte die Zustimmung zu einem Bauantrag des Norma-Verbrauchermarktes. Die Bauherren Renner/Specht planen die Erweiterung der Verkaufsflächen und den Einbau von Sozialräumen. Mit dem Erweiterungsprojekt erhöht sich die Nutzungsfläche von 802 auf 917 Quadratmeter. Die Verkehrserschließung ist gesichert. Kundenparkplätze sind in ausreichender Zahl vorhanden. Die Zustimmung des Rates begleitete ein überzeugendes "Mach ma".
Zäher gestaltete sich hingegen die Beratung zum Bauantrag von Thorsten Klug. Der Antragsteller möchte Teile seines Wohngrundstücks im Eichenweg (Baugebiet Ochsenhut) mit einer drei Meter hohen Mauer abgrenzen. Notwendig ist dazu eine isolierte Befreiung vom Bebauungsplan, weil der Bauleitplan nur einen Sichtschutz von einem Meter Höhe vorsieht. Für den Antragsteller spreche die topografische Situation, hieß es in der Sitzung, weil das Grundstück etwa 50 Zentimeter tiefer liege als die umliegenden Baulandflächen. Deshalb sei ein Kompromiss mit einer zwei Meter hohen Mauer am Hang-Fuß vertretbar.
Einig war sich das Gremium, dass eine "Drei-Meter-Mauer" wie ein Klotz in der Landschaft stehe. Zweifel gab es zudem über die Einschätzung der Genehmigungsbehörde und über die Beweggründe des Bauherrn: "Mit einem solchen Koloss vor Augen wird doch niemand glücklich." Auch das Argument des Präzedenzfalles wurde herangezogen. Schließlich einigte sich der Bauausschuss bei einer Gegenstimme auf einen Kompromiss von zwei Meter Höhe.
Zu Diskussionen gab auch der Bauantrag von Reinhold Krausch Anlass. Der Architekt plant im Umfeld des alten Forsthauses den Bau einer Doppelgarage. Allerdings wünscht sich der Bauherr eine Zufahrt über das Gelände der Stadthalle. Mit Blick auf die bevorstehende Generalsanierung der Stadthalle warnte Thomas Schopf zur Vorsicht. "Wir sollten uns nicht das Umfeld der Stadthalle verbauen lassen." Das Projekt sei auf Dauer problembelastet. Probleme sah auch Gerald Morgenstern. "Der Handlungsspielraum der Stadt darf nicht eingeschränkt werden." Dazu zählte Bürgermeister Edgar Knobloch die dingliche Sicherung städtischer Rechte und das Pflastern der Garageneinfahrt. Mit diesen Bedingungen erteilte das Gremium für den Bau der Doppelgarage das städtische Einvernehmen.
Baurechte schaffen ist auch das Motto in einigen Nachbargemeinden. Im Rahmen der Behördenbeteiligung und der Anhörung der Träger öffentlicher Belange informierte Knobloch über die Pläne des Marktes Mantel zur Ausweisung eines Sondergebietes Einzelhandel mit Tankstelle. Die Gemeinde Trabitz arbeitet an einer Flächennutzungsplanänderung anlässlich der Ausweisung eines "Sondergebietes Freiflächenphotovoltaik Kurbersdorf" und die Stadt Pressath plant die Erweiterung des Baugebietes "Industriegebiet Döllnitz". Die Zustimmung war eher formeller Art, weil Interessen der Stadt nicht berührt werden.
Knobloch gab schließlich Baugenehmigungen im Rahmen des sogenannten Freistellungsverfahrens bekannt. In eigener Zuständigkeit genehmigte die Bauverwaltung den Antrag von Alexander Kohl zum Neubau eines Einfamilienwohnhauses in der Josef-Bertelshofer-Straße. Akzeptiert wurde die Nutzungsänderung eines Wohnhauses zu touristischen Zwecken in der Neuen Amberger Straße (Bauherr Heinrich Böhm), von Stefan Hausmann für den Neubau einer Garagenzeile mit sieben Stellplätzen in der Hermann-Schenkl-Straße und von Angelia Glas für den Anbau eines Windfanges und der Errichtung einer Garage in der Friedrich-Ludwig-Jahnstraße.















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