Die Brückenerneuerungsarbeiten bei Gößenreuth sind losgegangen: Für zwei Millionen Euro bekommt die Staatsstraße 2168 einen moderne Stahlbetonrahmenbrücke. Zunächst wird die alte Brücke abgerissen. Untersuchungen des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach hatten ergeben, dass die rund 50 Jahre alte Brücke wegen konstruktiver und statischer Mängel weder technisch noch wirtschaftlich sanierbar sei. Bauoberrat Hannes Neudamm erklärt: "In die damals übliche Hohlkörperbauweise kann man heute nicht mehr hineinschauen. Darum macht nur ein Neubau Sinn."
Im Rahmen der Brückenarbeiten sollen während der Sommerferien die Fahrbahn zwischen Runkenreuth und Eschenbach neu gemacht werden. Diese befindet sich in einem schlechten Zustand. Technischer Gruppenleiter der Firma Strabag, Holger Liebschner, will die Arbeiten bis Ende Oktober abschließen. Die Umleitung während der Arbeit soll großräumig über die Bundesstraße 299 und 470 über Pressath erfolgen.
Die Mittel stammen aus Sondermitteln aus dem Brückenertüchtigungsprogramm an Staatsstraßen des Freistaats Bayerns. Dieses hat ein Volumen von 25 Millionen Euro, wobei das Staatliche Bauamt in Amberg-Sulzbach zehn Millionen Euro für sieben Brücken beanspruchen darf. Laut Neudamm war dieses Programm auch nötig, da viele Brücken Maßnahmen bedürfen.
Ebenso neu war die Art der Ausschreibung: Gab es sonst genaue Vorgaben, hatte das Straßenbauamt nun erstmals eine funktionale Ausschreibung durchgeführt. Es war quasi der Erfolg geschuldet, das heißt die Erstellung einer funktionierenden Brücke – wie diese aussehen sollte, war den Firmen freigestellt. Die Strabag reichte dabei einen Entwurf des Planungsbüros Markus Simon ein. Ein Schwerpunkt der Auswahlkriterien lag auf der Wirtschaftlichkeit. Neudamm informiert: "Der Gedanke dabei ist, die Innovationskraft der Unternehmen zu wecken."














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