Sind die Bordsteinabsenkungen in Grafenwöhr zu hoch? Darüber diskutierte der Bauausschuss bei einem Ortstermin. Den Kern des Problems zeigte Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) anhand eines Beispiels an der Ausfahrt des Fachmarktzentrums in der Neuen Amberger Straße: "Wenn ein Fahrradfahrer seitlich darauf fährt, kann er stürzen."
Nicht alle Stadträte waren sofort von der Dringlichkeit der Thematik überzeugt. Darum erläuterte Knobloch die Hintergründe: "Die Radwege in Grafenwöhr sind hoch frequentiert." Immer wieder kämen Anliegen von Bürgern, solche Gefahrenstellen im Bereich von Rad- und Gehwegen zu beseitigen. Gerade Kinder seien gefährdet. Dies leuchtete dann doch den meisten ein. So sagte Thomas Weiß (SPD): "Ich hätte das jetzt nicht als Problem gesehen. Aber bei Kindern gebe ich dir recht."
Kritische Stellen ausbessern?
Oft würden diese leicht erhöhten Bordsteinabsenkungen entlang von Wasserführungen verlaufen. Knobloch schlug vor, kritische Stellen im Rahmen von Kleinbaumaßnahmen bearbeiten zu lassen. Solche wären neben der besichtigen Stelle am Fachmarktzentrum beim Bahnübergang der Neuen Amberger Straße im Bereich der Einmündung zur Creußenstraße und im Bereich der Deyerlingkreuzung.
Thomas Schopf (FWG) wusste von einem ähnlichen Fall in der Bahnhofssiedlung: "So günstig ist das nicht, damals haben die da schon eine Weile gebraucht." Stefan Ott (SPD) machte es kurz: "Fragen wir mal nach, was das kostet." Der Bauausschuss beschloss einstimmig, die Gefahrenstellen beseitigen zu wollen. Dafür sollen Nachtragsangebote eingeholt werden.
Modernisierung der Schießbahn
Auch im Truppenübungsplatz wird weiter ausgebaut: Die US-Armee will ihre Range 109 modernisieren. Dort wird mit Handfeuerwaffen trainiert – jedoch verfügt die Schießbahn aktuell über keine standardmäßige Qualifikation für Maschinengewehre und über keine Auswertung per Computer.
Um dies zu beheben, werden bestehende Schießwälle teilweise abgetragen und an anderer Stelle neu aufgebaut. Für den Unterhalt der Range wird das Wegenetz erneuert und angepasst, nicht mehr benötigte Wege werden zurückgebaut. Die Schießbahn hat eine Länge von 1500 Metern, bis zur 800-Meter-Linie wird sie zusätzlich verbreitert. Dafür muss Wald gerodet werden.
Laut der US-Armee wird sich an den Schießzeiten nichts ändern. "Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Anzahl der Schießübungen bei Tag oder Nacht erhöht", erklärte Bürgermeister Knobloch. Auch an Emissionswerten solle sich nichts ändern, die Munition bleibe unverändert. Knobloch stellte klar: "Es ist eine Schießbahn und es bleibt eine Schießbahn." Die Stadträte nahmen Kenntnis der Baumaßnahme und erhoben keine Einwände.
Außerdem konnte der Bürgermeister noch Beschlüsse aus voriger nicht-öffentlicher Sitzung verkünden. In der Neuen Amberger Straße wandelt ein Bauherr ein ehemaliges Geschäft in ein Dienstleistungsgewerbe um. Im Waldbad wurde ein Auftrag für 43.000 Euro für nachträgliche Elektronikarbeiten im Mehrzweckbecken vergeben. Pflasterarbeiten am Friedhof in Hütten wurden für 31.500 Euro vergeben.



















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