Grafenwöhr
01.01.2019 - 13:47 Uhr

Bürgermeister: Kommune ein sicheres Schiff

In der letzten Sitzung des Grafenwöhrer Stadtrates im alten Jahr verteilte Bürgermeister Edgar Knobloch kleine Geschenke an die Stadträte und sah ein gnadenreiches Jahr für Grafenwöhr zu Ende gehen.

In seinem Jahresrückblick verglich der Bürgermeister die Kommune mit einem sicheren Schiff in stürmischer See. Das Schiff kommt nicht als mondäne Segeljacht daher, auch nicht als luxuriöses Kreuzfahrtschiff, sondern grundsolide als schwerbeladener Frachter mit Tiefgang, der wertvolle Güter transportiert, die "Kapitän" Edgar Knobloch einzuordnen verstehe. Seine 20 Mitglieder starke Crew zeige Flagge als Stadträte und auch die Verwaltung sei auf dem Schnellboot gut im Wind. Eine starke, eingeschworene Besatzung, die trotz manchmal starker Gegenwinde auch im Jahr 2018 Kurs gehalten hat.

Jawohl - der Bürgermeister sprach von zwölf bewegten Monaten mit immer neuen Meldungen im Minutentakt auf der Welt und daheim in Grafenwöhr. Doch der Kurs, den das kommunale Schiff mit Namen "Grafenwöhr" genommen habe, sei zielgerichtet immer derselbe gewesen: das Wohl der Grafenwöhrer, Gößenreuther, Gmünder und Hüttener nicht aus den Augen zu verlieren. Das sei gelungen, resümierte der "Kommandant". Der Erfolg trage auch die Namen von zweiter Bürgermeisterin Anita Stauber, von drittem Bürgermeister Udo Greim und der Ratsmitglieder. "Man spürte das ehrgeizige Wollen und den gemeinsamen Willen, die Stadt wieder ein Stück weit in die Zukunft zu führen", betonte Knobloch. Alle wichtigen Entscheidungen seien in 55 Sitzungen einstimmig gefallen, so der Rathauschef.

Mit einer Vielzahl von Beispielen untermauerte der Bürgermeister die Erfolgsbilanz für 2018. Die folgenden Aufzählungen spiegeln nur einige Punkte des kommunalen Geschehens wieder.

-Bei einer Feierstunde wurde das neue HLF 20 an die Feuerwehr Grafenwöhrübergeben. Das 500 000 Euro teure Flaggschiff der Wehr bewährte sich bereits bei den Überschwemmungen in Gößenreuth und beim Sturmtief "Fabienne".

-Die Rößlwirtsgasse und die Alte Pfarrgassewurden fertiggestellt. Auch das "Gasserl"in Richtung Pressather Straße erscheint nun attraktiver. An den Kosten von 750 000 Euro beteiligte sich der Freistaat mit gut 300 000 Euro.

-Die Naturbühne am Schönbergerhielt einen flexiblen Wetterschutz. 300 Besucher können nun im Trockenen die Veranstaltungen genießen.

-Der Sanitärbereich des Waldbadeswurde saniert. Nun ist der Bau einer Erlebnisrutsche geplant. Zwischen Waldbad und Sportpark entstanden sechs Wohnmobilstellplätze.

-Im Ortsteil Gmündwurden 25 Bauplätzeerschlossen.

-Im Gmünder Haus der Vereineentstand eine neue Treppenanlage mit Rollstuhlrampe.

-Die Dorferneuerung Hüttenschreitet voran. Die Fertigstellung ist bis Mitte 2019 geplant. Auch ein neues Feuerwehrgerätehaus für die Hüttener Wehr ist geplant. Vor der Beschaffung steht ein neues "Mittleres Löschfahrzeug" (MLF).

-Nach einem Jahr Bauzeit wurde der neue Pausenhof in Grafenwöhr fertiggestellt. Damit ist die "Große Schulsanierung" mit einer Investitionssumme von zwölf Millionen Euro abgeschlossen. Der neue Außenbereich der Schule einschließlich Verkehrserziehungsplatz und Parkplätzen kostete 700 000 Euro und ist nach Überzeugung von Regierungspräsident Axel Bartelt der schönste in der gesamten Oberpfalz.

-Voran geht es mit dem Breitbandausbau. Für den nächsten Bauabschnitt erhält die Stadt bei Gesamtkosten von 506 000 Euro einen Zuschuss von 450 000 Euro.

-Nach langer Vorplanung hat die Katasterneuvermessungbegonnen. Davon sind 50 Hektar Grundstücksflächen betroffen. Zwei Drittel der Kosten gibt es als Zuschuss.

-Ein Rückgrat für die städtische Erfolgsbilanz sind dieVereine. Ab 1. Januar 2019 werden die freiwilligen Leistungen für Investitionsvorhaben und für Unterhaltungsmaßnahmen merklich angehoben.

-Straßenbaumaßnahmenbilden den Schwerpunkt der kommunalen Investitionen 2019. Geplant sind der Bau eines Kreisverkehrs an der Wache 6 und Tiefbaumaßnahmen an der Ortsdurchfahrt der B 299 und in der Felsmühlstraße.

Die Einzelbilanz des Bürgermeisters endete mit einem besonderen Dank an die Ehrenamtlichen. "Sie sind für ein lebendiges Gemeinwesen unverzichtbar", betonte er. In seinen Dank schloss Knobloch auch Unternehmer, Freiberufler und Ärzteschaft ein. "Wir bleiben am Puls der Zeit", versprach er außerdem. Auch finanziell sei die Stadt auf einem guten Weg. So sei es gelungen, das Haushaltsjahr 2018 ohne Kreditaufnahme zu bewältigen.

 
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