Grafenwöhr
01.03.2020 - 10:37 Uhr

Ein Denkmal für die Grafenwöhrer Stadtgründer?

Die SPD Grafenwöhr möchte etwas "für die Kultur und Geschichte der Stadt tun", erklärt Fraktionssprecher Thomas Weiß in der Stadtratssitzung. Der Ortsverein kann sich daher gut ein Denkmal vorstellen, das an die Stadtgründung erinnern soll.

Die Grafenwöhrer SPD wünscht sich ein Denkmal für die Stadtgründer. Dieses könnte am Marktplatz stehen. Bild: sne
Die Grafenwöhrer SPD wünscht sich ein Denkmal für die Stadtgründer. Dieses könnte am Marktplatz stehen.

In dem Antrag der SPD heißt es: "Am 5. Juni 1361 stellte Kaiser Karl IV. in Prag seinen Lehensleuten Ulrich II. und Johann I. von Leuchtenberg eine Urkunde aus, mit der er den Landgrafen die Erlaubnis gab, Grafenwöhr zur Stadt zu erheben und mit den Nürnberger Stadtrechten zu versehen." Im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes könnte den Leuchtenbergern zu Ehren eine Büste errichtet werden, lautete nun die Idee der SPD.

Thomas Schopf (FW) bevorzugte dagegen eine Gedenkplatte. Diese sei pflegeleichter und weniger anfällig für Vandalismus. Gerald Morgenstern (CSU) begrüßte die Förderung der Kultur. Die Leuchtenberger waren für ihn aber die falschen Bezugspersonen: "100 Jahre später haben die uns verscherbelt." Er würde ein Andenken an Prinzregenten Luitpold bevorzugen - Dieser habe am 3. Dezember 1906 das Dekret für den Bau eines Schießplatzes in Grafenwöhr unterzeichnet. Die Kulturbeauftragte solle nach geeigneten Persönlichkeiten forschen, sagte er. Klaus Schmitsdorf (Linke) hielt den Antrag für einen Faschingsscherz. Ihm fehlten Kosten, Konzept, und er verglich es mit der Idee eines Aussichtsturms, mit dem er ebenfalls nichts anfangen konnte. Auch möchte er nicht an die Wittelsbacher erinnern, andere Themen seien wichtiger. Bei zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, dass der noch zu beauftragende Planer ein Denkmal am Marktplatz berücksichtigen solle.

In einer Kurzversion wurde auch die Jahresrechnung 2018 vorgestellt. Der Verwaltungshaushalt lag bei 14.166.692,85 Euro, der Vermögenshaushalt bei 8.757.024, 82 Euro. Ein ausgeglichenes Ergebnis, das ohne neue Kreditaufnahmen auskam, wie Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) erfreulich feststellte.

Der Stadtrat bestätigte zudem Siegfried Regner und Christian Müller als Kommandanten der Feuerwehr Gößenreuth. Jürgen Hofmann wurde zum Datenschutzbeauftragten der Stadt bestimmt.

Bauanträge gab es ebenfalls: Für den Stadtteil Ochsenhut wurde ein Doppel-Carport, für Gmünd der Neubau eines Wohnhauses mit Garage und Carport, für Hütten die Errichtung von sieben Betonfertiggaragen sowie der Anbau und Umbau eines Einfamilienhauses zu einem Zweigfamilienhaus befürwortet. In der Richard-Wagner-Straße soll eine bestehende Gewerbehalle zu einem Wohngebäude werden.

 
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