Pfarrer Thomas Stohldreier aus Schirmitz ging dieser Frage bei seinem Vortrag beim Arbeitskreis "Ökumene" im Grafenwöhrer Jugendheim nach. Pfarrer Bernhard Müller begrüßte die interessierten Gläubigen. Danach übernahm Stohldreier das Wort, der von 1990 bis 1993 als Kaplan in Grafenwöhr wirkte. "Es war damals eine wichtige Zeit, in der auch die Ökumene immer auf der Tagesordnung stand."
Der Schirmitzer Pfarrer freute sich auch, seinen ehemaligen Chef Pfarrer Hans Bayer wieder zu sehen. Stohldreier stellte zu Beginn klar heraus, dass der Papst eine unheimliche Macht besitzt. "Aber der Papst hat auch eine gewaltige Last zu tragen", ist sich der Schirmitzer Pfarrer sicher. Wo habe er Chancen und wo seien seine Grenzen? Der Referent sprach von einer großen Wertschätzung gegenüber Papst Franziskus.
"Er ist eine spirituelle Persönlichkeit und seelsorgerisch eingestellt. Nach der Papstwahl bat Franziskus: 'Beten Sie für mich!' An einem Gründonnerstag hat er auch einmal jugendlichen Straftätern, die im Gefängnis waren, die Füße gewaschen, egal welcher Religion sie angehörten", erinnerte Stohldreier. Auch habe er ein bescheidenes Auftreten.
Papst Franziskus hat viele junge Menschen angesprochen. Auch die Ministranten hatten ihn "auf dem Schirm". Doch die Begeisterung sei abgeebbt. Zwar steht der Papst für neuen Schwung, aber es sei für ihn schwer, diesen auch umzusetzen. Pfarrer Stohldreier verglich dies mit einem Sportwagen, bei dem es an den Reifen und dem Getriebe hakt. Der Redner gab viele Zitate von Papst Franziskus wieder, unter anderem über Homosexusalität, Frauen in der Kirche, Missbrauchsfälle und Ökumene. Dazu sagte Papst Franziskus einmal: "Die Spaltung in der Kirche ist ein Skandal."
Vieles ist im Fluss mit dem Ziel, dass die katholische und evangelische Kirche miteinander in Kontakt sind sowie die Einheit in einer christlichen Kirche. "Papst Franziskus bekennt sich klar zur Ökumene und er will nur eine Kirche haben. "Aber was nützt der beste Dialog, wenn der Papst kein Handlungskonzept verfolgt", so Pfarrer Stohldreier.
Konkret tut sich jedoch nicht viel. Nach einer lebhaften Diskussion bedankte sich Pfarrer André Fischer beim Referenten. Geschenke gab es von Doris Bernhardt vom Arbeitskreis "Ökumene" und von Pfarrer Müller, der Papstsocken überreichte.

















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