16.04.2019 - 09:48 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Dem Elend, Leiden und Schmerzen nicht ausweichen

Jesus bekam die Dornenkrone, fällt zu Boden und hat vor dem Kreuz Blut geschwitzt. Was bedeutet der Kreuzweg für unser Leben?

Der ökumenische Kreuzweg wurde mit Pfarrer Dr. André Fischer und Pfarrer Bernhard Müller in der Friedhofskirche "St. Ursula" gebetet.
von Renate GradlProfil

Zum Ökumenischen Kreuzweg kamen die Gläubigen mit den beiden Pfarrern Bernhard Müller und Dr. André Fischer in die Friedhofskirche "St. Ursula" zusammen, um den Kreuzweg nachzugehen. "Jesus hat Elend, Leid und Schmerzen aufgenommen. Mit dir zusammen möge es uns gelingen, vor dem Leid, das uns begegnet und vor den Schmerzen, mit denen wir immer wieder kämpfen, nicht davonzulaufen. Zeige uns, was wir beitragen können, damit Leid und Elend aus der Welt verschwinden", betete Pfarrer Fischer.

Gemeindereferentin Christine Gößl und Gemeindepraktikantin Laura Mauerer haben Symbole, wie beispielsweise eine Dornenkrone, ein Holzkreuz und einen Stein auf den Weg gelegt. Die Dornenkrone steht symbolisch für Sticheleien, die in Worten ausgedrückt werden. Urteile werden auch oft unüberlegt ausgesprochen. Bei Schicksalsschlägen werde gesagt, dass jeder sein Kreuz tragen muss. Steine lassen uns stolpern und fallen.

Es wurden auch Blumen abgelegt und ein Einkaufskorb. Der Blumengruß stand für das Mitfühlen der Anderen, wenn wir uns um sie sorgen; der Einkaufskorb für das Abnehmen von Lasten. Bei der 8. Station: "Jesus wird ans Kreuz genagelt" wird überlegt, dass manche Menschen starr in seinen Ansichten und richtig wie "vernagelt" sind, beispielsweise durch schlechte Angewohnheiten, von denen wir nicht loskommen. Bei der letzten Station: "Jesus stirbt am Kreuz" werden wir an unser Lebensende erinnert, das wir jedoch allzu gern verdrängen und wovor wir uns fürchten. Auch Jesus hat sich davor gefürchtet, aber sich den Händen des Vaters überlassen. Für uns sollte Jesus ein Vorbild im Leben und im Sterben sein.

Abschließend bedankten sich die Pfarrer bei den Mitgliedern des Arbeitskreises "Ökumene", die den Kreuzweg vorbereitet haben. "Von guten Mächten wunderbar geborgen..." wurde gemeinsam gesungen.

Der ökumenische Kreuzweg wurde mit Pfarrer Dr. André Fischer und Pfarrer Bernhard Müller in der Friedhofskirche "St. Ursula" gebetet.

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