04.02.2019 - 17:28 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Eschenbacher Region: Wenig Unfälle trotz starken Schneegestöbers

Obwohl die Region am Sonntag komplett von wirbelnden Schneeflocken eingehüllt wurde, musste die Polizei nicht allzu oft ausrücken.

Symbolbild.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

"Es war am Sonntag wenig los auf den Straßen. Die Leute sind wahrscheinlich nur raus, wenn es unbedingt sein musste. Eine gute und richtige Entscheidung", lobte Werner Stopfer von der Polizeiinspektion Eschenbach am Montag. Und auch am Montagmorgen waren die Autofahrer auf den schneebedeckten Straßen vorsichtig unterwegs - Unfälle wurden der Polizei keine gemeldet.

Die wenigen Glätteunfälle, zu denen die Beamten am Wochenende ausrücken mussten, ereigneten sich überwiegend in Grafenwöhr. Auffällig war dabei, dass meistens Amerikaner involviert waren. Sie hätten laut dem Polizeisprecher jedoch nicht immer so viel Erfahrung mit plötzlichem Schnee oder Eis.

"Der erste Leidtragende der winterlichen Straßenverhältnisse", wie es im Polizeibericht heißt, war ein 20-jähriger US-Soldat aus Grafenwöhr. Er fuhr Freitagnacht gegen 1.45 Uhr mit seinem BMW auf der B 299 in Richtung Hütten. Weil die Straße glatt war, verlor der Mann die Kontrolle über sein Auto. Dieses landete im Graben und blieb auf der Seite liegen. Der Fahrer zog sich keine Verletzungen zu. Am BMW, der abgeschleppt werden musste, entstand aber ein Schaden von 20 000 Euro.

Nur ein paar Stunden später rückte eine Polizeistreife erneut Richtung Grafenwöhr aus. Der Mercedes einer US-Amerikanerin, ein Leihwagen, war gegen eine Gartenmauer geprallt. Die 24-jährige Soldatin war auf der Martin-Luther-Straße Richtung Gartenstraße unterwegs. Wegen Schneeglätte "kriegte" sie die 90-Grad-Kurve nicht mehr, teilte Stopfer mit. "Das Auto wurde ziemlich in Mitleidenschaft gezogen." Der Schaden beläuft sich insgesamt auf 25 000 Euro, schätzt die Polizei. Der Wagen musste abgeschleppt werden.

Ebenfalls in der Nacht von Freitag auf Samstag - wann genau konnte die Polizei bislang noch nicht herausfinden - hat es ein drittes Mal in Grafenwöhr gekracht. Ein 30-jähriger Engländer stieß mit seinem Jeep gegen einen am Marktplatz abgestellten Opel. "Was der größere Fehler war: Er ist einfach weitergefahren", rügte Stopfer. Die Polizei konnte den Unfallverursacher jedoch ermitteln. Der Schaden liegt bei 2300 Euro.

Zu wenig Sicherheitsabstand auf schneeglatter Straße, und dann musste der Vordermann auch noch bremsen - die Folge war ein Unfall mit rund 1000 Euro Schaden. Ein Amerikaner konnte am Sonntag um 14.45 Uhr in Grafenwöhr nicht mehr so schnell bremsen und fuhr mit seinem Auto auf einen Mercedes auf, der an der Ampel an der Kreuzung Alte und Neue Amberger Straße angehalten hatte. Verletzt hat sich bei dem Unfall niemand.

Auch bei dem kleineren Vorfall auf der NEW 14 zwischen Oberbibrach und Neustadt am Kulm am Samstag gab es zum Glück keine Verletzten. Bei plötzlich auftretender Glätte kam der Suzuki eines 33-Jährigen aus dem Landkreis Tirschenreuth nach rechts von der Straße ab und rutschte in den Graben. "Dabei touchierte er auch einen Leitpfosten", heißt es im Polizeibericht dazu. Zu einem Schaden kam es dabei nicht.

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