12.08.2019 - 14:01 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Festival junger Künstler Bayreuth: Liebe zur Musik vereint

Es ist ein Konzert-Highlight: "Classic meets Rock and Jazz" erleben am Sonntagabend Hunderte von Besuchern auf der Naturbühne am Schönberg in Grafenwöhr.

von Renate GradlProfil

Wer nicht in den Sommerurlaub gefahren war, war dafür musikalisch unterwegs. Die jungen Künstler Bayreuth nahmen ihr Grafenwöhrer Publikum mit - und zwar "In 80 Minuten um die Welt". Bürgermeister Edgar Knobloch begrüßte die Besucher zu diesem Festival auf dem Schönberg.

Unter dem Generalthema "Heimat - Liebe - Fremde" steht das 69. Festival junger Künstler Bayreuth, das älteste Festival Europas mit 450 Teilnehmern aus 30 Nationen. "Laut Intendantin Sissy Thammer ist es die Liebe zur Musik, die alle eint und eine künstlerische, kulturelle und emotionale Heimat bietet“, hieß es bei der Einführung. Die Verbindungen zwischen Orient und Okzident, Judentum, Christentum und Islam schaffen Neues, erklärte Isabel von Bredow-Klaus, die auch durch das Programm führte. Den Auftakt des "Crossed Over Orchestra" machten Solisten des Turkmenistan Youth Chamber Orchestra und Solistin Leyli Okdirova mit ihrer Volksmusik. Das Blechbläserquartett der Gheorghe Dima Musikakademie aus dem rumänischen Cluj (Klausenburg) spielte danach "Unter den Blumen" sowie "Ich mag dich sehr, meine Geliebte". Dazu sang Sopranistin Daniela Pacurar-Neamt mit einer wunderbar kräftigen Stimme.

Das "Haz'Art"-Trio trat sowohl mit den Israel K-Strings und Guy Feder als auch mit Professor Rudolf Haken auf, der die musikalische Gesamtleitung hatte. Haken "zauberte" mit seiner elektronischen Bratsche wunderbare Oktav-Effekte, die begeisterten.

Beim "Concerto in F" ging es um ein Opossum beziehungsweise eine Beutelratte, um Sport, Wüsten-Wind, einen lang gezogenen Schrei und um die Walpurgisnacht. Der "Dance of the Yao-People", eine traditionell chinesische Komposition mit dem Arrangement von Rudolf Haken, führte das Publikum im Geiste nach China. Es waren unbekannte, aber wunderschöne Klänge, genauso wie beim "Viper-Concerto". Ob die "Schlange" daran schuld war, dass es plötzlich zu regnen begann? Schlagartig wurde das Konzert - der Instrumente wegen - abgebrochen, kurz vor Schluss.

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