13.03.2020 - 09:21 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Feuerwehr Grafenwöhr ein "verlässliches Stück Heimat"

113 Einsätze hatte die Grafenwöhrer Feuerwehr im Jahr 2019 zu stemmen. Trotz weniger Unwetterlagen leisteten die Kameraden 1840 Einsatzstunden.

Zweiter Kommandant Carsten Englhardt berichtet in der Jahreshauptversammlung über Feuerwehr-Einsätze im vergangenen Jahr.
von Renate GradlProfil

Zweiter Feuerwehrkommandant Carsten Englhardt berichtete über die Einsätze im vergangenen Jahr. "Auf insgesamt 31 Atem- und Chemikalienschutzträger kann unsere Wehr zurückgreifen. Momentan kann der Vorgabe von 30 Trägern gerecht werden", berichtete er. "Doch gerade tagsüber kann es trotzdem zu Problemen kommen." Dies liegt an den immer älter werdenden Kameraden, dem fehlenden Nachwuchs und an der Verschärfung der Vorgaben. Der zweite Kommandant appellierte an alle, sich für den Atemschutzeinsatz bereitzustellen. "Schaut eigenständig darauf, dass ihr rechtzeitig eure Nachuntersuchung bekommt", betonte er. Wenn jemand den Lehrgang besuchen will, könne er sich jederzeit bei ihm melden. Englhardt erinnerte auch an die jährliche Verpflichtung zum Besuch der Atemschutzstrecke. Es werde zudem versucht, neue Maschinisten zu bekommen. Die Stadt hat mit der teilweisen Kostenübernahme des Führerscheins den Grundstein gelegt.

Die 113 Feuerwehreinsätze gliedern sich in 22 Brandeinsätze, 70 Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistung, 4 Einsätze mit ABC-Gefahrstoffen, 8 Sicherheitswachen sowie Brandschutzerziehung und sonstiges. Es gab zudem Alarmierungen bei 14 Unfällen mit Straßenfahrzeugen. Weiterhin rückte die Wehr wegen Insekten, Ölspuren, einer Türöffnung sowie einer Tierrettung aus. Auf einige Einsätze ging Englhardt genauer ein. Im April legten die Grafenwöhrer Kameraden gemeinsam mit den Wehren aus den Ortsteilen sowie der Patenwehr der Feuerwehr Speinshart die Leistungsprüfung THl ab. Zusammenhalt im Ortsgebiet und lebendige Patenschaft machten dies möglich. Im September gab es einen Brandübungscontainer in Grafenwöhr, um eine reale Hitzeentwicklung und Brandausbreitung kennen zu lernen. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten Patrick Hößl und René Kneißl. Es fand auch ein Tag der offenen Tür mit Fahrzeugschau und Vorführungen statt. Im Dezember wurde der Gerätewagen Logistik 1 aus Hessen abgeholt.

Um den Ausbildungsstand aufrecht zu erhalten und zu verbessern, besuchten zahlreiche Kameraden einen Lehrgang bzw. eine Schulung auf Landkreisebene oder in der staatlichen Feuerwehrschule. Diese reichten von einem Motorsägenkurs, einem Lehrgang zum Ausbilder in der Feuerwehr, zum Atemschutzgeräteträger, zum Maschinisten, eine Sanitätsgrundausbildung, einer Erstzertifizierung im Umgang mit Früh-Defibrillatoren bis hin zum Feuerwehrsymposium in München.

"Die Freiwillige Feuerwehr ist ein verlässliches Stück Heimat. Die Feurwehrleute halten die Augen offen und haben beispielsweise bei der Norma eine Katastrophe verhindert", lobte Bürgermeister Edgar Knobloch. Dies schaffe auch ein Grundvertrauen in der Bevölkerung. Und außerdem: "Die Chemie stimmt zwischen der Stadt und der Feuerwehr."

"Respekt für die Einsatzkräfte bei den 113 Einsätzen der Feuerwehr", sagte Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz. Grußworte kamen von Reinhard Müller (Feuerwehr Gößenreuth) sowie von Fabian Weidensteiner aus Etzenricht und Stefan Schedl aus Speinshart.

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