07.02.2020 - 08:57 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Frauenbund-Fasching: Showtänze und Liebeslied vom Pfarrer

Bayerische Schuhplattler, Gäste aus Frankreich, heiratswillige Frauen und ein Liebeslied vom Pfarrer: Darüber und über noch viel mehr freuten sich die Senioren beim Frauenbund-Fasching.

von Renate GradlProfil

Rosalinde Hacker vom Senioren-Team des Katholischen Frauenbundes begrüßte die Gäste zur Faschingsfeier, ebenso sowie Pfarrer Bernhard Müller. Er meinte: "Helau miteinander – ich grüß euch ihr Leut'. Es ist schön zu sehen, wie ihr euch freut." Los ging es mit einem Tanz des Frauenbundes, dem noch einige folgen sollten. Die Bühne nahm später die neue Tanzgruppe des SV TuS/DJK unter Leitung von Tina Neuber ein. Die Tänzerinnen sahen zuckersüß in ihren feschen Dirndln aus und legten sogar einen Schuhplattler aufs Parkett. Bei einer anderen Formation kam französisches Flair auf.

Auch die etwas Älteren sorgten im Saal und auf der Bühne für Aufsehen. Das Senioren-Team des Frauenbundes lieferte "Bauer sucht Frau Spezial" mit wunderbaren Kostümen, toller Mimik und passenden Sprüchen, die sich Johanna Wohlmann ausgedacht hatte. Bei den Sketchen ging es um ein Facelifting und es wurde schon an den Sommer gedacht. Die Gartenmöbel müssen schließlich aus den Keller geholt werden. Aber wer macht diese Arbeit: Der Mann oder dann doch die Ehefrau?

Pfarrer Müller zeigte wieder sein dichterisches und gesangliches Talent. Zusammen mit Gemeindereferentin Christine Gößl wurde der "Ententanz" aufgeführt. "Heut ist richtig etwas los und die Stimmung ist famos, unserem Senioren-Verein dem fällt immer etwas ein. Lassen wir in diesem Haus alle heut die Sau heraus. Ja, ich kenn mich selbst nicht mehr, bin gerissen hin und her. Ja, wenn wir alle Englein wären ..." Beim "Fliegerlied" forderte der Pfarrer anschließend auf, sich auf die Bühne zu legen.

Zum Schluss hatte sich der Geistliche noch etwas Ungewöhnliches ausgedacht, nämlich ein Liebeslied für Kirche. "Was ist nur mit der Kirche los, die Unzufriedenheit ist so groß. Viele treten aus ihr aus, ist das nicht ein echter Graus? Und trotzdem: Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Kirche nicht. Alles, alles geht vorbei, doch wir bleiben ihr treu. Vieles wird bei uns kritisiert und trotzdem auch nichts besser wird. Ich steh zur Kirche und zum Papst, weil sich nix ändert, wenn du nix wagst. Der synodale Weg ist angesagt, wenn auch so mancher darüber klagt. Unsere Kirche nicht untergeht, so lang ein jeder zu ihr steht." Der "Harmonika-Franz" hat zur fröhlichen Stimmung beigetragen und dafür gesorgt, dass auch getanzt wurde.

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