11.07.2019 - 09:20 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Freien Wähler: Energie-Rundreise bringt neue Erkenntnisse

Neuer Schwung soll in die Energiewende. Diese Forderung der Freien Wähler (FW) hat bei einer Energie-Rundreise der Abgeordneten Tobias Gotthardt und Rainer Ludwig ein Gesicht. Die Parlamentarier besuchen Vorzeigeprojekte.

Informationen zur Energiewende in Grafenwöhr erhalten die FW-Landtagsabgeordneten Rainer Ludwig (links) und Tobias Gotthardt (Dritter von links) sowie FW-Vertreter aus dem Landkreis von Stadtbaumeister Hans Rettinger (Zweiter von rechts.) und Bautechniker Oliver Fehr (re). Die Gäste interessieren sich besonders für das Straßenlampen-Modell der Stadt
von Robert DotzauerProfil

Beispiele der Energiewende gibt es reichlich im Landkreis Neustadt/WN. Das Thema beschäftigt landauf, landab die Menschen. Nachhaltige Klimapolitik ist ein zentrales politisches Thema. Die dezentrale Energiewende mittels erneuerbarer Energien und weg von fossilen Energiequellen für Bayern und Deutschland ist unumgänglich, sagte Rainer Ludwig. Der Oberfranke ist energiepolitischer Sprecher der Freie Wähler-Landtagsfraktion.

In Grafenwöhr informierte sich der FW-Mann mit seinem Kollegen MdL Tobias Gotthardt, Betreuungsabgeordneter für den Landkreis Neustadt/WN. im Rahmen einer „Energie-Rundreise“ durch Gemeinden und Städte des Landkreises über Entwicklungsbeispiele einer vielversprechenden Bürger-Energiewende. Im Gefolge der Abgeordneten befanden sich die FW-Kreisräte Karl Meier und Karl Lorenz, Virgin Electric-Solarpark-Planer Richard Mark und Max Wagner. Die Erkenntnisse dieser Besuche sollen in die Arbeit der Fraktion einfließen, versprach MdL Ludwig.

Zentral und in Bürgerhand, mit dieser Energiewende auf innovativem Weg machten die Abgeordneten schon bei der Besichtigung des Energieparks der Bürgergenossenschaft NEW in Döllnitz Bekanntschaft. Beim anschließenden Besuch in Grafenwöhr interessierten sich die Freien Wähler für das Modell-Konzept der Stadt zum Lampen-Netzrückkauf von Eon. Rede und Antwort standen auf dem Marktplatz Stadtbaumeister Hans Rettinger und Bautechniker Oliver Fehr. Die Vertreter der Stadt verwiesen auf die schon seit Jahren laufende Aktion zum Lampenrückkauf vom Bayernwerk für die insgesamt zirka 1600 Straßenleuchten. Dabei nutze die Stadt auch Fördermittel, verriet der Leiter des Bauamtes.

Rettinger verwies zudem auf die kontinuierliche Umrüstung der Lampen auf LED-Leuchten. Diese Aktion führe zu einer spürbaren Energieeinsparung. Der Stadtbaumeister sprach von einer jährlichen Einsparung von zirka 200.000 Kilowatt. Das Sparprogramm werde auch in den nächsten Jahren fortgesetzt, bemerkte Rettinger. Nicht interessiert zeigte er sich an einem Netzrückkauf. Diese Meinung teilen auch Bürgermeister und der Stadtrat, hieß es. Als Grund nannte der Bauamtschef Unwägbarkeiten bei den Wartungsarbeiten. Der Stadtbaumeister verwies bei seinen Erläuterungen zum städtischen Energie-Sparprogramm auch auf die Anstrengungen der Kommune, alle städtischen Liegenschaften auf einen sparsamen Energieverbrauch umzurüsten und verwies in diesem Zusammenhang auf die Beratung und den ständigen Kontakt mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden.

Der Energiesparwille der Kommunen gibt den Freien Wählern Recht, bemerkten die Abgeordneten angesichts des fortschrittlichen Maßnahmen-Pakets in der Soldatenstadt. Gleichzeitig formulierten die Parlamentarier eine Botschaft an die Bürger: „Mit Blick auf den Klimaschutz mehr Sensibilität zeigen, damit auch Bayern bei Energiepolitik wieder in der Champions League spielt.“

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