06.08.2018 - 11:20 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Friedliches Fest mit Zwischenfällen

Ruhig und ohne Zwischenfälle - so verlief aus Sicht der Polizeiinspektion Eschenbach das 60. Deutsch-Amerikanische Volksfest.

Ruhig und ohne besondere Vorkommnisse: So verlief am Wochenende laut Polizei das Deutsch-Amerikanische-Volksfest in Grafenwöhr.
von Marion Espach Kontakt Profil

(esm) Polizeiliche Einsätze beschränkten sich vor allem auf "volksfesttypische Sachbearbeitungen" wie Fund- und Verlustanzeigen, Platzverweise und Kinder, die ihre Eltern verloren hatten. In einigen Fällen wurde es aber auch handfester.

So nahmen die Beamten in der Nacht zum Samstag einen 21-Jährigen in der Alten Amberger Straße wegen drei Fällen von Körperverletzung in Gewahrsam. Zuerst schlug er in einem Lokal einem anderen Gast mit der Faust ins Gesicht. Warum, wissen die Beamten bisher noch nicht. Anschließend flüchtete er aus dem Lokal und schlug erneut zu - diesmal erwischte es eine Security-Mitarbeiterin. Dabei zog sie sich eine Platzwunde im Gesicht zu. Als ihn anschließend die Militärpolizei (MP) festhalten wollte, wehrte sich der 21-Jährige und versetzte auch einem MP-Angehörigen einen Schlag ins Gesicht. Wegen seiner Alkoholisierung von über zwei Promille wurde ihm schließlich Blut abgenommen.

Schlag gegen Rücklicht

Zwei Volksfestbesucher gerieten am Sonntag während eines Streits aneinander. Dabei schlug ein 24-Jähriger seinem Kontrahenten mit einem Glaskrug ins Gesicht und verletzte ihn leicht. Ein ebenfalls 24-Jähriger ließ seine Wut nicht an einem anderen Gast, sondern am Rücklicht eines BRK-Einsatzfahrzeugs aus. Er schlug mit der Faust dagegen und verursachte dadurch einen Schaden von etwa 200 Euro. Trotz des kaputten Rücklichts versorgten die BRK-Einsatzkräfte seine dabei entstandenen Schnittwunden an der Hand. Zweimal erwischte der Sicherheitsdienst Besucher, die geringe Mengen an Betäubungsmitteln bei sich hatten. Insgesamt waren es für die MP aus Vilseck, die Polizei Eschenbach mit Unterstützung aus Weiden und Polizei-Reiterstaffel aus München, den Sicherheitsdienst POND, das BRK, die Lagerfeuerwehr und die Feldjäger aber drei ruhige Festtage.

Bereits zum dritten Mal waren Reiter der Reiterstaffel des Polizeipräsidiums München im Einsatz, diesmal mit gleich vier Reitern. Bei Besuchern und Fotografen waren die Reiter beliebt - immer wieder standen sie im Mittelpunkt. Die Vilsecker MP und der Sicherheitsdienst POND sorgten auch bei den Zufahrten mit starken Kräften für die Sicherheit. Die Zusammenarbeit zwischen der US-Armee und allen, die beim Volksfest mit anpackten, war gut und kollegial, berichtete die Polizei.

Weniger Einsätze

Die Bilanz der Grafenwöhrer BRK-Bereitschaft fiel ebenfalls positiv aus. Im Vergleich zu den Vorjahren waren die Einsätze diesmal weniger. Hauptsächlich mussten die Einsatzkräfte leichte Schnitt- und Schürfwunden und Blasen versorgen sowie zwölfmal wegen Kreislaufschwäche aktiv werden. Auch über 60 Insektenstiche und zwei Alkoholintoxikationen mussten versorgt werden.

Zahlenmäßig schätzt das BRK die Versorgungen auf insgesamt knapp 200. Neben einem ständig anwesenden Notarzt besetzten täglich über ein Dutzend Freiwillige des BRK die Rettungswache am Festplatz.

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