"Den Oberpfälzern wird oft nachgesagt, dass sie maulfaul und nicht verständlich sind", bemerkte Autor Dieter Radl aus Sulzbach-Rosenberg gleich zu Beginn. Sie würden oft verspottet wegen ihrer Sprache, die sich wie mit den "ou" wie ein "Hundebellen" anhört. Außerdem hätten sie eine gewisse Kurzsprachigkeit, wie beispielsweise bei "a göi".
Für den ehemaligen Pädagogen ist der Oberpfälzer Dialekt ein Stück unserer Heimat, das man "auf der Zunge tragen sollte". "Der Dialekt ist gelebte Heimatverbundenheit", so der Autor, der viele Auszüge aus seinem Buch "Wäi mir da Schnowl gwaggsn is" vorstellte. Seiner Meinung nach stirbt eine Sprache, wenn man sie nicht spricht. Das Sprechen des Oberpfälzer Dialektes beherrscht Radl, wie kein Anderer. Davon konnten sich die Interessierten in über zwei Stunden überzeugen. Radl sprach "a weng durchs Jaour, a weng was Ernsds und aa wos zum Lachn". Die Rede war beispielssweise vom "Gscheidhaaferl", vom "Frostschutz für d' Hener" oder von der "Fastnzeid", in der es a Tomatnsuppn gibt und somit es "Fastn schneller geiht". Warum: Ma mou blouß a heiß Wasser in an roudn Deller gebm.





















Die Mundarten die in unser schönen Oberpfalz gesprochen werden, gehören mehrheitlich zur Großgruppe der nordbairischen Mundarten. Einen Ausländer aus anderen deutschsprachigen Gegenden und Bundesländern, können wir ruhigen Gewissen sagen, wir sprechen nordbairische Mundarten. Die Oberpfalz spricht mehrheitlich Nordbairisch. Im Süden der Oberpfalz werden Mischmundarten aus Nordbairisch und Mittelbairisch gesprochen. Die Hauptstadt der Oberpfalz Regensburg ist eine mittelbairische Sprachinsel, im nordmittelbairischen Übergangsgebiet in der südlichen Oberpfalz. Oberpfälzer Mundarten werden auch im oberfränkischen Sechsämterland in den südöstlichen Rändern gesprochen.
Eine Oberpfälzer Mundart wird im südlichsten Zipfel des sächsischen Vogtland gesprochen. In den östlichen Rändern des Landkreis Bayreuth im "Fränkischen" Regierungsbezirk Oberfranken werden auch Oberpfälzer Mundarten gesprochen, denn bis zur Gebietsreform im Jahre 1972 gehörten diese Gemeinden zur Oberpfalz. Unsere gesprochenen Mundarten werden in der Oberpfalz, Oberfranken und einen winzig kleinen Teil von Sachsen gesprochen.
Die Mundarten der vertriebenen Sudeten Deutschen aus Tschechien gehören auch zur Großgruppe der Nordbairischen Mundarten. Der Oberpfälzer bellt nicht, sondern er spricht in seiner Heimat der Oberpfalz seine Mundart, wo denn sonst?
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