29.11.2019 - 10:33 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Gelebte Partnerschaft: Weintaufe in Niederösterreich

Die Idee entstand bei einem Bierabend in Grafenwöhr. Umgesetzt wurde der Plan schließlich in Österreich. Genauer gesagt, im Dorf- und Kulturhaus in Seebarn, ein Ort in der Marktgemeinde Grafenwörth – der Partnerstadt von Grafenwöhr.

Die Taufpaten Fritz Ploiner (links) und Willi Buchfelder (Dritter von rechts) sowie die Geistlichen Prälat Maximilian Fürnsinn und Ruhestandspfarrer Hans Bayer dürften den Taufwein von Winzerfamilie Ludwig und Claudia Kirchhofer als Erstes probieren.
von Angela BuchfelderProfil

Die Winzerfamilie Ludwig und Claudia Kirchhofer hatten zur Weintaufe geladen. 13 Grafenwöhrer fuhren daraufhin nach Niederösterreich. Bereits 2015 und 2018 wurden die Weine "Sebastiana" und "Serenita" mit je einem Grafenwörther und einem Grafenwöhrer Paten getauft. Ein Jahr vor dem großen 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft wurde den Vorsitzenden der örtlichen Heimatvereine die Ehre zu teil, Weinpaten zu werden. Der Grafenwöhrer Willi Buchfelder, der bereits seit Beginn der Städteverbindung regelmäßig in Niederösterreich ist und viele freundschaftliche Verbindungen hält, entwickelte mit Ludwig Kirchhofer die Idee, eine dritte Weintaufe abzuhalten. Umso erfreuter zeigte er sich, dass er das Patenamt übernehmen durfte. "Es ist eine große Ehre für mich und ich freue mich, damit die Partnerschaft zwischen unseren beiden Gemeinden zu festigen und zu vertiefen", erklärte Buchfelder.

Der österreichische Pate Fritz Ploiner bedankte sich mit einem Gedicht über die Entstehung des Weines und das lustige Beisammensein für sein Patenamt. Getauft wurde der Grüne Veltliner aus dem Wora auf den Namen "Tandem 63". "'Tandem' steht für die beiden Heimatvereine, die zusammen in die gleiche Richtung strampeln, immer nach vorne", erklärte der Winzer. Die Zahl 63 ist das Pflanzjahr der Reben. "Es ist immer wieder erstaunlich, dass aus so alten Reben ein so toller Wein werden kann", freuen sich die Winzer. Die Segnung übernahmen Ruhestandspfarrer Hans Bayer aus Grafenwöhr und Prälat Maximilian Fürnsinn aus dem Stift Herzogenburg. "Eine Weintaufe ist wie ein Erntedankfest, und nicht nur irgendein Brauch", so der Prälat. Der Dank sei der rote Faden, der das Leben zusammenbindet. Bürgermeisterin Anita Stauber überbrachte die Wünsche für die Stadt Grafenwöhr. Magister Alfred Riedl, Bürgermeister von Grafenwöhrth, freute sich, dass die Städtepartnerschaft so lebendig ist. "Wir wissen, dass Grenzen im Kopf schnell entstehen. Begegnungen halten uns offen und die Städtepartnerschaft lebt von Veranstaltungen wie dieser", betonte Riedl. Scherzhaft bemerkte der Bürgermeister, dass es sich wohl um einen ganz besonderen Wein handeln müsse, wenn sogar ein Prälat von Stift Herzogenburg zur Taufe komme. Die Winzer konnten das schnell aufklären, denn der Weingarten, in dem die Reben des Grünen Veltliner wachsen, pachten die Winzer vom Stift. Nach der Segnung durften die knapp 40 Gäste den neuen Wein verkosten und verbrachten einen geselligen Abend in Seebarn.

Magister Alfred Riedl, Obmann des Grafenwörther Heimatvereins Fritz Ploiner, Winzer Ludwig Kirchhofer, Prälat Maximilian Fürnsinn, Winzerin Claudia Kirchhofer, Vorsitzender des Grafenwöhrer Heimatvereins Willi Buchfelder, Ruhestandspfarrer Hans Bayer und Grafenwöhrer Bürgermeisterin Anita Stauber stoßen nach der Segnung mit dem Taufwein an.

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