Grafenwöhr
03.03.2026 - 13:47 Uhr
OnetzPlus

Generalsanierung der Grafenwöhrer "Denkfabrik" macht Fortschritte

Hell, freundlich, großzügig, gediegen und nachhaltig: Enkeltauglich sollen die Verwaltungsgebäude in der Altstadt werden. Davon überzeugt sich der Bauausschuss des Stadtrates bei einem Ortstermin und beschließt weitere Detaileinrichtungen.

Über den Dächern der Altstadt überzeugten sich Bürgermeister, Bauausschuss und Bauverwaltung von den Fortschritten der Sanierungsarbeiten an den städtischen Verwaltungsgebäuden "Marktplatz 24-26". Bild: Robert Dotzauer
Über den Dächern der Altstadt überzeugten sich Bürgermeister, Bauausschuss und Bauverwaltung von den Fortschritten der Sanierungsarbeiten an den städtischen Verwaltungsgebäuden "Marktplatz 24-26".

Endlich geht es gut voran. Nach einem langen Baustopp wegen langwieriger archäologischer Untersuchungen kann nun die Eschenbacher Baufirma Dunzer Tempo machen. Schutzhelme in Weiß und Gelb symbolisierten bei einem Ortstermin der Ratsmitglieder mit Bürgermeister Edgar Knobloch und der Bauverwaltung die rege Bautätigkeit im Gebäudekomplex. Es herrscht Hochbetrieb in der künftigen städtischen „Denkfabrik“.

Die fortgeschrittenen Betonarbeiten vermitteln einen ersten Eindruck von der Innenstruktur des Großprojekts. Barrierefreiheit, ein großzügiges Foyer, Büroräume, das künftige Standesamt, ein großes Trauungszimmer mit geplanter Glasfassade und direktem Ausgang in Richtung der Mariä-Himmelfahrt-Kirche, Stadtarchiv, flexible Arbeitsräume sowie EDV- und Sozialräume und Registratur: Es wird viel Platz geben in der künftigen Verwaltungsresidenz. Eine Gesamtgeschossfläche von circa 1.800 Quadratmetern ermöglicht neben der Rückkehr der Verwaltung auch die Nutzung von Räumen durch die Polizei und die Stadtwerke.

Platz für die nächste Generation

„Platz genug für die nächsten Generationen mit zeitgemäßer Ausstattung, die sich an künftigen Herausforderungen orientiert. Ein Projekt, das allerdings auch den Stadtsäckel schrumpfen lässt. Die Kostenschätzung liegt zwischen 10 und 11 Millionen Euro. Hohe Städtebaufördermittel des Freistaates relativieren die gewaltige Investitionssumme. Mit der Fertigstellung rechnet Bürgermeister Edgar Knobloch bis Mitte 2027.“

In Fortsetzung des Ortstermins traf sich das Gremium zur Bauausschusssitzung im Sitzungssaal des Rathauses. Dabei ging es um Details zum Armatureneinbau in den sanitären Bereichen, die teilweise auch der öffentlichen Nutzung dienen.

Kontaktlose Wasser- und Seifenspender

Aus hygienischen Gründen regte der Bürgermeister den Einbau infrarotgesteuerter, kontaktloser Wasser- und Seifenspender an. Anstelle von unhygienischen Händetrocknern sollen Spender für Einweghandtücher eingebaut werden. Diese sollen jeweils in zeitgemäßer, hochwertiger und praktischer Ausführung installiert werden, hieß es in der Sitzung. Berührungslose Bedienungen, die vor den WCs enden. Für die WC-Spülungen sollen zweiteilige Drücker-Platten verwendet werden. Überlegungen, die sich schon mit Wünschen in der Ratssitzung am 19. Februar und mit den Vorstellungen der Verwaltung deckten. Vor zu viel Technik warnte Ratsmitglied Thomas Schopf mit Blick auf Erfahrungen in staatlichen Gebäuden. „Ein hoher Technikeinsatz kostet Geld und ist reparaturanfällig.“ Einstimmigkeit herrschte beim Beschluss, die entsprechende Ausschreibung in Edelstahl-Ausführung vorzunehmen.

Nach der Aufhebung der Geheimhaltung eines Beschlusses aus dem nichtöffentlichen Teil der Bauausschusssitzung vom 1. Dezember 2025 berichtete Bürgermeister Edgar Knobloch über eine Auftragsvergabe für Brückenprüfungen in städtischer Zuständigkeit. Die Vergabe erfolgte in Höhe von 3570 Euro an das Ingenieurbüro Trösch in Amberg. Die Prüfungen erstrecken sich über einen Zeitraum bis 2031.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.