(mor) Pfarrei, Stadt, Frauen-Union, CSU, Vereinsvertreter, Kinder und Verwandte gratulierten der ehemaligen Vorsitzenden der Schlesier und "Grand Dame der CSU" zu ihrem Jubeltag.
Ihre Wiege stand in Glogau in Niederschlesien. Vertreibung und Flucht brachten sie im August 1945 nach Grafenwöhr. Hier heiratete sie Georg Zechmayer. Drei Kinder gingen aus der Ehe hervor, heute freut sich die Jubilarin auch über drei Enkelkinder. Der unvergessene Schorsch Zechmayer trug mit seinem politischen Engagement als zweiter Bürgermeister und Kreisrat sowie mit seinem Einsatz in vielen Grafenwöhrer Vereinen bis zu seinem Tod 1978 viel zur Entwicklung seiner Heimatstadt bei.
Ehemann unterstützen
Seine Frau Gisela hielt ihm für seine Arbeit und vor allem bei der Gründung und dem Betrieb des renommierten Werkzeug- und Formenbaubetriebs den Rücken frei. Sie hatte ihr Spielwarengeschäft in der Alten Amberger Straße, war Vorsitzende der Schlesischen Landsmannschaft und engagierte sich in der Politik.
Gemeinsam mit Tochter Gabi, Sohn Rainer und Schwiegertochter Waldtraud hieß Zechmayer ihre Gäste am 90. Geburtstag willkommen und erzählte auch von ihrem bewegten Leben. Zweite Bürgermeisterin Anita Stauber gratulierte im Namen der Stadt. FU-Vorsitzende Monika Placzek beglückwünschte die Jubilarin, die Gründungsmitglied der Grafenwöhrer Frauen-Union ist. Seit 1981 gehört die Jubilarin der CSU an.
Besonders zeichnet sie ihr Interesse am politischen Geschehen sowie ihre Zuverlässigkeit beim Besuch von Kreisveranstaltungen und Zusammenkünften von CSU und FU aus, sagte Vorsitzender Gerald Morgenstern. Treues Mitglied ist die Grande Dame der Grafenwöhrer CSU auch bei der Senioren-Union. Stolz zeigte Zechmayer ein Buch von Franz Josef Strauß, in dem sie Autogramme aller Bayerischer Ministerpräsidenten und Minister sammelte. Die von Markus Söder und Kanzlerin Merkel sollen nun folgen.
Stadtpfarrer Bernhard Müller und Christa Klug überbrachten der Kirchgängerin die Glückwünsche der Pfarrei. Ein Gottesdienstbesuch am Abend in der alten Pfarrkirche durfte am Geburtstag nicht fehlen. Glückwünsche gab es von der SV/TUS und DJK durch Thomas Reiter, weitere Vereinsvertreter schlossen sich an.
Für Interviews begehrt
Gefeiert wurde am Wochenende in der Zoiglgaststätte "Zum Adler". Mit Josef Neubauer brachen die Gäste zur Truppenübungsplatzrundfahrt auf. Zechmayer hatte das Glück, 1960 Elvis Presley in der Plattenabteilung der PX zu sehen. Sie stand damals hinter dem Tresen und verkaufte unter anderem seine Schallplatten.
Zudem war sie mit Elisabeth Stefaniak befreundet, einem deutsch-amerikanischen Mädchen, das sich mit Elvis traf und die er als Sekretärin mit nach Bad Nauheim genommen hat. Zechmayer gehört somit zu letzten Elvis-Zeitzeugen und ist deswegen eine gefragte Interviewpartnerin.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.