01.10.2019 - 09:47 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Grafenwöhr beschließt Beitritt zur Fairtrade-Region

Der faire Handel ist weiter auf dem Vormarsch. Auch die Zahl der Fairtrade-Städte wächst. Dem Engagement der Metropolregion Nürnberg möchte sich nun auch die Stadt Grafenwöhr anschließen.

von Robert DotzauerProfil

Für Bürgermeister Edgar Knobloch geht es beim verstärkten Einkauf von Produkten aus dem Fairen Handel weniger um süße Dinge. Im Mittelpunkt der Überlegungen steht das Thema der nachhaltigen Beschaffung kommunaler Materialien. Deshalb empfahl Knobloch in der jüngsten Stadtratssitzung, sich dem Engagement der Metropolregion Nürnberg anzuschließen. Als Beispiel verwies der Bürgermeister auf Beschaffungskriterien für die Verwaltung und den Bauhof, etwa bei fairer Bauhofkleidung.

Beim Einkauf von Produkten auf soziale Aspekte in der Produktion und Herstellung zu setzen, sei lohnenswert, betonte der Rathauschef. Für die städtischen Betriebe empfahl Knobloch, die Fairtrade-Initiative der Metropolregion zu unterstützen und diesem Pakt beizutreten. Ergänzend schlug Thomas Schopf vor, Kontakt mit der Fairtrade-Stadt Kemnath aufzunehmen. Skeptisch äußerte sich dagegen Gerald Morgenstern. Der CSU-Fraktionssprecher befürchtet ein Engagement der Stadt zu Lasten der einheimischen Geschäfte. Man solle zu diesem Thema der Kirche den Vortritt lassen.

Klaus Schmitsdorf verbannte „solches Gedankengut in das Zeitalter der Dinos“. Die Nutzung des fairen Handels sei ein Gebot der Stunde, so Schmitsdorf. Zweifel am Erfolg der Fairtrade-Offensive äußerte auch Gerhard Mark. Der Stadtverbandsvorsitzende empfahl eine Anhörung der heimischen Wirtschaft. „Lippenbekenntnisse genügen nicht“, betonte Udo Greim. Der Eine-Welt-Handel sei eine gute Idee und das Netzwerk auf kommunaler Ebene ein wichtiger Ansatz, so der dritte Bürgermeister. Bürgermeister Knobloch versprach, den Wirtschaftsverein zu beteiligen. Den Grundsatzbeschluss zum Beitritt am kommunalen Fairtrade-Pakt fasste der Stadtrat einstimmig. Von der Verwaltung erwartet sich das Gremium einen Maßnahmenplan. Keine Bedenken gab es im Rahmen einer Anhörung der Stadt Auerbach zur Aufstellung eines Bebauungsplanes „Speckbachweg“ in der Gemarkung Auerbach.

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