05.08.2019 - 09:31 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Grafenwöhr als "Kernland der deutsch-amerikanischen Freundschaft"

In der Grafenwöhrer Stadthalle kommen die Mitglieder des Deutsch-Amerikanischen Gemeinsamen Ausschusses (DAGA) kurz vor dem Volksfest im Truppenübungsplatz zu einem Empfang zusammen. Der Grund: einfach mal Danke sagen.

Die DAGA-Mitglieder treffen sich bei einem Empfang in der Grafenwöhrer Stadthalle.
von Renate GradlProfil

Der deutsche DAGA-Präsident Helmuth Wächter begrüßte die Gäste, darunter Vertreter von US-Armee, Bundeswehr, Politik, Behörden, Wirtschaft, Geistlichkeit sowie Vereinen und Institutionen. Ein besonderer Willkommensgruß galt Oberst Adam J. Boyd, bei dem sich Wächter auch für das Abhalten des gemeinsamen Volksfestes im Camp Kasserine sowie für die Unterstützung durch die US-Dienststellen bedankte.

Wächter ging auf die Bedeutung des Ehrenamtes und die freiwillige Arbeit in den Vereinen ein. "Dadurch praktizieren Menschen Gemeinschaftsempfinden, Fairness, Toleranz, Einsatzfreude, Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen. Diese Werte sind für den Zusammenhalt der Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Als besondere Aufgabe will der DAGA in humanitärer und sozialer Hinsicht weiterhin wirken und sozial schwächere Mitmenschen unterstützen", sagte er.

Für die amerikanischen Gäste sprach der amerikanische DAGA-Präsident James P. Federline auf Englisch. "Die USAG (United States Army Garrison) Bavaria hat eine lange und reiche Geschichte als Austragungsort des Deutsch-Amerikanischen Volksfestes, dem größten seiner Art in Deutschland. Die Veranstaltung ist zu einer symbolischen Tradition zwischen der Basis und den umliegenden Gemeinden geworden. Heuer wurde mit dem Volksfest die 61-jährige Partnerschaft zwischen der Militärgemeinschaft und den Gemeinschaften der Gastnationen gewürdigt", betonte Federline. "Bayern und genauer gesagt Grafenwöhr ist das Kernland der deutsch-amerikanischen Freundschaft, und diese Freundschaft ist ein wichtiger Bestandteil unseres Daseins", sprach er weiter. Es sei an der Zeit, Freundschaften wieder zu vertiefen und neue zu knüpfen. Der Zweck der jährlichen Veranstaltung sei es, gute Nachbarn zu sein und die partnerschaftlichen Beziehungen und die Freundschaft von Deutschen und Amerikanern öffentlich darzustellen.

Zu den Aufgaben des DAGA/GACC zählen auch soziale Aktivitäten: Beispielsweise verwendet der Ausschuss den Nettoerlös des Deutsch-Amerikanischen Volksfestes für einen guten Zweck. Es werden gemeinnützige Organisationen aus den Landkreisen Neustadt/WN, Tirschenreuth, Amberg-Sulzbach, den kreisfreien Städten Weiden und Amberg sowie aus den Dörfern rund um das Truppenübungsplatzgebiet unterstützt.

Derzeit sind es rund 140 DAGA-Mitglieder. Darunter seien jedoch nur zwei Amerikaner, hieß es weiter. Deshalb ermutigte Federline alle amerikanischen Militär- und Zivilmitglieder, mit 25 Euro pro Jahr Mitglied beim DAGA zu werden. Den DAGA-Mitgliedern sprach Federline ein "Vergelt's Gott" aus für ihre Treue, denn sie sind "die wichtigsten Multiplikatoren beim Deutsch-Amerikanischen Volksfest". Dank galt auch dem Deutschen Militärischen Vertreter (DMV) und den zivilen Mitarbeitern des Servicezentrums der Bundeswehr Amberg, Oberst Adam Boyd sowie Bürgermeister Edgar Knobloch.

Applaus für den Redner.
Der deutsche DAGA-Präsident Helmuth Wächter betont die Wichtigkeit des Ehrenamts.
Der amerikanische DAGA-Präsident James P. Federline will die Freundschaft zwischen Deutschen und Amerikanern weiter vertiefen.
Die deutsche, amerikanische und bayerische Fahne sowie die Fahne der Stadt Grafenwöhr sind beim DAGA-Empfang gehisst.
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