08.07.2019 - 09:31 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

"Große Bereicherung für die Region"

Das Deutsch-Amerikanische Volksfest im letzten Jahr war zwar nicht so erfolgreich, wie in den Jahren zuvor. Trotzdem konnte der Deutsch-Amerikanische Gemeinsame Ausschuss (DAGA) wieder vielen Menschen helfen.

Der deutsche DAGA-Präsident Helmuth Wächter (stehend) informiert die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung des Deutsch-Amerikanischen Gemeinsamen Ausschusses über das vergangene und zukünftige Deutsch-Amerikanische Volksfest.
von Renate GradlProfil

In der Jahreshauptversammlung des DAGA begrüßte der deutsche Präsident Helmuth Wächter die Mitglieder im Gasthaus "Stich'n" und freute sich, dass es nun rund 20 neue Mitglieder gibt, die er namentlich nannte. In seinem Tätigkeitsbericht ging Wächter besonders auf das Deutsch-Amerikanische Volksfest ein, das im Jahr 2018 zum 60. Mal stattfand. Ein großer Erfolg war es diesmal – vermutlich wegen des heißen Wetters – nicht. "Die Besucherzahlen lagen bei rund 80000 bis 85000", informierte Wächter.

Ohne Probleme verlief der Verkauf der Bustickets durch die Feuerwehren Grafenwöhr, Gmünd und Hütten. Bemängelt wird jedoch nach wie vor, dass am Eingang des Volksfests auch Besucher, die mit dem Bus kommen, nochmals kontrolliert werden. "Vielleicht finden wir mit den Verantwortlichen der US-Army eine andere Regelung", meinte der Präsident. Positiv sei die Verpflichtung der Schow- und Partyband "Donnervögel" gewesen, die voraussichtlich auch heuer wieder spielen werden. Gut besucht war der Empfang der DAGA-Mitglieder vor der Eröffnung des Volksfestes in der Stadthalle.

Wächter blickte auch auf das Lichterbaumentzünden zurück. 1200 Nikolaustüten finanzierte der DAGA ebenso wie Lebkuchen, Wiener Würstchen, Kakao und Glühwein. Für die Generalsanierung der Evangelischen-Lutherischen Kirchengemeinde hat der Vorstand einen Betrag von 500 Euro zur Verfügung gestellt. Wächter bedankte sich bei allen Helfern und Unterstützern des DAGA, besonders beim amerikanischen DAGA-Präsidenten James Federline für seine großzügige Spende sowie bei seinen Vorstandskollegen.

Helmuth Wächter blickte auch auf das bevorstehende Volksfest, das vom 2. bis 4. August auf Camp Kasserine stattfindet. Neu ist diesmal, dass das Fest eine halbe Stunde früher endet als bisher: Um 24 Uhr ist Schank-Ende und um 0.30 Uhr muss der Festplatz geräumt sein, am Sonntag sogar etwas eher.

"Ein Aushängeschild für Grafenwöhr ist das Volksfest mit der deutsch-amerikanischen Freundschaft", sagte Bürgermeister Edgar Knobloch anschließend, der sich beim DAGA bedankte. Knobloch versprach außerdem, dass sich die Stadt darum kümmert, die Parkplätze zu mähen. "Heuer wurde sogar durch das Straßenbauamt ein Kreisverkehr gebaut." Für das Volksfest wünschte er bereits jetzt viel Erfolg.

Dankesworte sprach auch Landtagsabgeordnete Annette Karl dem DAGA aus. Stellvertretender Landrat Albert Nickl schloss sich ihren Worten an. "Bei der internationalen Entwicklung nimmt leider das ,Ich' immer mehr zu anstatt das ,Wir'", meinte Nickl. Der DAGA dagegen lebe tagtäglich dieses ,Wir'-Gefühl. Auch wenn das Fest im letzten Jahr wirtschaftlich schlechter ausfiel, ist es doch ein riesiges Event und eines der größten sowie schönsten Feste Bayerns – und eine große Bereicherung für die Region.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.