Grafenwöhr
19.12.2018 - 14:49 Uhr

"Große Hausnummer"

Stadtrat berät über die Modernisierung der Altstadt. Dabei geht es vor allem darum, diese barrierefrei zu gestalten. Keine einfache Aufgabe.

Der Zugang zur Altstadt durch die Untere Torstraße soll einfacher werden. Bild: sne
Der Zugang zur Altstadt durch die Untere Torstraße soll einfacher werden.

Im Stadtrat hat Emil Lehner vom SHL Architekten und Stadtplaner Büro sein Konzept zur Gestaltung einer lebendigen Altstadt vorgestellt. Das Ziel bestehe darin, die Anforderungen der Städtebauförderung zu erfüllen und städtebauliche Missstände zu beseitigen beziehungsweise künftig zu vermeiden. Dabei wurden einzelne Projekte nach Priorität, Dringlichkeit und Haushaltslage unterteilt. Das Büro hatte im Sommer mit älteren und gehbehinderten Einwohnern einen Sicherheits-Parcours gemacht, bei dem es sich gezeigt habe, dass der Marktplatz in seiner jetzigen Form für gehandicapte Bürger kaum begehbar und deshalb verschiedene Maßnahmen nötig seien.

Als problematisch gelten etwa die Zugänge zur Altstadt. Der Gehsteig der unteren Torstraße sei kaum für zwei Fußgänger gleichzeitig nutzbar, mit Kinderwägen müsse gar auf die Fahrbahn ausgewichen werden.

Das Konzept sieht vor, das alte Verwaltungsgebäude am Marktplatz 24 zu modernisieren und zu erweitern. Ein Veranstaltungsraum soll hinzukommen. Die historischen Scheunen sollen gesichert werden - dabei solle die Stadt die Eigentümer bezüglich der Förderung unterstützen. Im Naherholungsgebiet Thumbach-Creußen sollen die Brücken neu gestaltet und barrierefrei, der Flusslauf attraktiver gemacht werden. Kleingartengebiete sollen neu strukturiert, für ein Radwegkonzept Richtlinien entworfen werden.

Dieser Entwurf sei ein langfristiger Arbeitsplan, den die Regierung der Oberpfalz zur Gestattung von Förderungen gefordert habe, erklärte Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU). Gerald Morgenstern plädierte dafür, zunächst die Zugangsstraßen in Angriff zu nehmen, da die Seitenstraßen bereits saniert seien. Dritter Bürgermeister Udo Greim (SPD) würde den alten Pfarrhof gerne miteinbeziehen, da es dafür gute Fördermöglichkeiten gebe. Hannes Färber (Linke) lobte seinen Fraktionskollegen Klaus Schmitsdorf, da dieser einen Umzug der Stadtverwaltung in das einst geplante neue Rathaus und dadurch das Wegfallen von Fördergelden für die Altstadt verhindert habe. Dieser sehe Greims Vorschlag mit dem alten Pfarrhof als "große Hausnummer".

 
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